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Explosionen auf Krim : Offenbar wieder Militärflugplatz in Brand

  • Aktualisiert am

Rauch über einem Munitionslager auf der Krim in der Nähe des Dorfes Maiskoje am Dienstag Bild: Imago

Schon am frühen Morgen ist es in einem russischen Munitionsdepot auf der Krim zu Explosionen gekommen. Nun brennt offenbar wie in der vergangenen Woche ein Militärflugplatz.

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          Nachdem am frühen Morgen auf einer russischen Militärbasis im Norden der besetzten Halbinsel Krim ein Brand ausgebrochen und Munition explodiert ist, soll es am Nachmittag zu einem Brand auf einem russischen Militärflugplatz nahe der Krim-Hauptstadt Simferopol gekommen sein. Augenzeugen berichteten laut der russischen Tageszeitung „Kommersant“ über schwarze Wolken über dem Stützpunkt im Ort Gwardeiskoje. Russische Behörden prüfen laut der Zeitung den Verdacht eines Drohnenangriffs. Die Administration auf der Krim äußerte sich bisher nicht.

          Zuvor sei gegen 05.15 Uhr in einem provisorischen Munitionslager der Militärbasis im Bezirk Dschankoj im Norden der Krim ausgebrochen, hieß es in einer von  russischen Nachrichtenagenturen veröffentlichten Erklärung des Verteidigungsministeriums in Moskau. „Infolge des Brands kam es zu einer Explosion der Munition“, hieß es. Laut der russischen Nachrichtenagentur TASS wurden Gebäude, Anlagen der Stromversorgung und eine Eisenbahnlinie beschädigt.

          Das russische Verteidigungsministerium erklärte,dass es sich um Sabotage handele. Über mögliche Täter machte Moskau keine Angaben. Die „New York Times“ berichtete unter Berufung auf einen ungenannten ukrainischen Beamten, die Explosionen seien das Werk einer Eliteeinheit der ukrainischen Armee.

          Nach Angaben des Gouverneurs der Krim, Sergej Aksjonow, wurden zwei Zivilisten verletzt. Es handle sich nicht um ernsthafte Verletzungen, teilte das russische Verteidigungsministerium mit. Die Explosionen gingen auch drei Stunden nach Ausbruch des Brandes weiter, sagte Aksjonow in einer Videobotschaft auf Telegram. Nach Behördenangaben kam es im Dorf Maiskoje auf dem Gelände eines früheren Bauernhofes zur Explosion. Dieser werde von den russischen Streitkräften als Munitionslager genutzt.

          Anschläge auf Strommasten und Bahnlinie in Russland

          Erst am Dienstag vor einer Woche gab es schwere Explosionen auf einem russischen Luftwaffenstützpunkt auf der Krim. Bei den Explosionen auf der Basis in Saki nahe dem Kurort Nowofjodorowka wurde nach Behördenangaben ein Mensch getötet. Es gab demnach auch 14 Verletzte. Experten gehen davon aus, dass die Ukraine der Basis einen Schlag versetzte und dabei mehrere Kampfflugzeuge zerstörte. Offiziell bestätigt hat Kiew den Angriff nicht. Russland hingegen behauptet, es sei wegen Verstoßes gegen den Brandschutz zu der Explosion gekommen.

          Schon am 31. Juli schlug bei der russischen Schwarzmeerflotte in der Hafenstadt Sewastopol nach Behördenangaben eine ukrainische Drohne ein. Auch damals gab es Verletzte. Der russische Inlandsgeheimdienst FSB berichtet laut der Zeitung „Kommersant“, dass „ukrainische Saboteure“ am 4., 9. und 12. August sechs Strommasten an einem Atomkraftwerk in der russischen Stadt Kursk zerstört haben. Diese versorgten die umliegenden Gebiete mit Strom. Dem FSB zufolge kam es dadurch an dem Kraftwerk zwischenzeitlich zu „einer Störung des technologischen Betriebsprozesses“.

          Am Dienstag sollen Unbekannte in dem an die Ukraine grenzenden Gebiet Kursk auch eine von Güterzügen benutzte Bahnlinie mit Sprengstoff beschädigt haben. Nach Angaben der Ermittler sei ein Sprengsatz mit etwa 200 Gramm Dynamit unter den Schienen platziert worden, berichtet das russische Online-Medium „Baza".

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