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Ukraine-Konflikt : EVP-Fraktionschef Weber schlägt Sanktionen gegen Russland vor

  • Aktualisiert am

Der deutsche Europaabgeordnete Manfred Weber nimmt an einer Sitzung im Plenarsaal des Europäischen Parlaments teil. Bild: dpa

Angesichts der russischen Truppenverlegungen an die Grenze zur Ukraine müsse man etwa über das Einfrieren von Oligarchen-Konten nachdenken, sagt der CSU-Politiker. Auch das Projekt der Ostsee-Pipeline Nord Stream 2 wäre im Fall einer Eskalation nicht mehr haltbar.

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          Der Vorsitzende der konservativen EVP im Europaparlament, Manfred Weber (CSU) hat angesichts der russischen Truppenverlegungen an die Grenze zur Ukraine schärfere Sanktionen gegen Russland ins Gespräch gebracht. Russland setze seinen „Kurs der gefährlichen Provokationen fort“, sagte Weber den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Ein weitgehendes Einfrieren von Oligarchen-Konten oder ein Abtrennen Russlands vom Swift-Zahlungssystem müsse „im Eskalationsfall real sein“.

          Auch das Projekt der Ostsee-Pipeline Nord Stream 2 wäre im Fall einer Eskalation nicht mehr haltbar. Der russische Truppenaufmarsch nahe der Ukraine sei ein Test für den Westen. Die Antwort darauf müsse „unmissverständlich und stark sein“.

          Große Besorgnis im Westen

          Die EU und die Vereinigten Staaten müssten „zeigen, auf was sich die russische Führung einlässt, wenn sie die Lage in der Ostukraine eskalieren lässt oder dort einmarschiert“. Russlands Präsident Wladimir Putin müsse den Preis für sein Handeln kennen: „Die Zeiten dosierter Sanktionen wären dann vorbei.“

          Seit Mitte Februar gibt es in der Ostukraine wieder verstärkt Kämpfe zwischen pro-russischen Rebellen und der Regierungsarmee. Zuletzt lösten Berichte über massive russische Truppenverlegungen große Besorgnis auch im Westen aus. Die Ukraine warf Russland vor, mehrere tausend Soldaten an ihrer nördlichen und östlichen Grenze zu stationieren. Washington sprach von der stärksten russischen Truppenpräsenz seit Beginn des Konflikts in der Region vor sieben Jahren und entsandten zwei Kriegsschiffe ins Schwarze Meer.

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