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Möglicher Rauswurf aus der EVP : Orbán unter Druck

Bald allein in Europa: Viktor Orban Bild: dpa

Für Orbáns Fidesz-Partei wird es eng. Es hagelt Kritik von allen Seiten. Nun will die EVP am 20. März über den Rauswurf der Ungarn aus ihrem Bündnis abstimmen.

          2 Min.

          Die christlichen Demokraten in Europa verstärken ihren Druck auf Viktor Orbán. Zwar wurde dessen Entscheidung, eine Kampagne gegen EU-Kommissionspräsident Juncker einzustellen, im Umfeld des Spitzenkandidaten der Europäischen Volkspartei, Manfred Weber, als „guter Anfang“ bewertet. Doch legt nun Othmar Karas nach. Er führt die ÖVP-Liste für die Europawahl in Österreich an. Karas sagte der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung: „Es geht nicht darum, ob sich die Plakatkampagne um Migration oder um Familienpolitik dreht. Viktor Orbán muss endlich aufhören, mit Lügen, erfundenen Feindbildern, Schuldzuweisungen und Antisemitismus Politik zu machen. Das muss ein für alle Mal aufhören.“

          Thomas Gutschker

          Politischer Korrespondent für die Europäische Union, die Nato und die Benelux-Länder mit Sitz in Brüssel.

          Er bezog sich damit auf die Ankündigung der ungarischen Regierung, nun die Familienpolitik in den Fokus zu rücken. Orbán pflegte lange Zeit gute Beziehungen zur ÖVP, doch hat sich in jüngster Zeit nicht nur Karas vom ungarischen Partei- und Regierungschef distanziert, sondern auch der Vorsitzende Sebastian Kurz.

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