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Terrorgefahr in Europa : Europol-Chef warnt vor weiteren Anschlägen

  • Aktualisiert am

Europol-Chef Rob Wainwright warnt, man müsse mit weiteren Anschlägen von Islamisten rechnen. Bild: EPA

Die europäische Polizeibehörde geht davon aus, dass der G-20-Gipfel ein potentielles Ziel für Terroristen ist. Die Anschlagsgefahr in Europa sei die höchste seit einer Generation – und steige weiter.

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          Europa muss nach Einschätzung von Europol-Chef Rob Wainwright mit weiteren Anschlägen von Islamisten rechnen. „Die Terrorgefahr ist die höchste, die wir seit einer Generation hatten, die höchste der vergangenen 20 Jahre“, sagte der Chef der europäischen Polizeibehörde in einem Interview der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Dienstagausgabe). „Und sie steigt auch noch, darauf haben wir Hinweise.“

          Allein im vergangenen Jahr seien 718 Menschen wegen Verbindungen zu Dschihadisten festgenommen worden. „Das war ein extremer Anstieg und zeigt, wie sehr sich Teile der islamistischen Gemeinschaft radikalisiert haben.“

          Wainwright zufolge ist das G20-Treffen Anfang Juli in Hamburg „natürlich ein potentielles Ziel für Terroristen wie jedes andere wichtige öffentliche Event“. Die deutschen Behörden wüssten das aber und seien vorbereitet. Es werde alles getan, um einen Anschlag zu verhindern.

          Der Europol-Chef fordert mit Blick auf die Anschläge in Brüssel, Paris und London schnelle Anti-Terrorkräfte in jedem europäischen Land. In London habe die Polizei Anfang Juni innerhalb von acht Minuten nach dem ersten Anruf den Attentäter getötet. „Das ist der Standard, den wir überall haben sollten.“

          Fahnder müssten zudem mehr Möglichkeiten bekommen, die Online-Kommunikation von Terrorverdächtigen wie Messenger-Nachrichten zu überwachen: „Weil Kommunikationskanäle ins Internet abgewandert sind, hat die Polizei einen großen Teil ihrer Möglichkeiten, Terroristen zu überwachen, verloren. Das muss sich ändern“, sagte der Chef der Behörde in Den Haag.

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