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TV-Fragestunde : Putins große Show

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Hohe Einschaltquote: Wladimir Putin in einer Sendung vom 15. März 2015. Bild: AFP

Das Interesse an der „Fernsehsprechstunde“ von Russlands Präsident Wladimir Putin ist gewaltig. Mehr als 1,5 Millionen Fragen schickten die Russen vorab ein. Dieses Jahr sind eindeutige Schwerpunkte des Interesses auszumachen.

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          Heute stellt sich Russlands Präsident Wladimir Putin im russischen Fernsehen wieder den Fragen von Bürgern. Themen der live ausgestrahlten Traditionssendung „Direkter Draht“ sind voraussichtlich die Ukraine-Krise und die gespannten Beziehungen zum Westen. Viele Menschen hätten vorab zudem wirtschaftliche Themen angesprochen, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow.

          Die wirtschaftliche Lage Russlands hat sich im vergangenen Jahr verschlechtert. Aufgrund der Schwäche des Rubels ist die Kaufkraft der Russen gesunken. Zuletzt wurde die Währung wieder stärker. Beobachter vermuten, dass Putin dies in seiner „Fernsehsprechstunde“ als Beleg dafür nehmen wird, dass sich die Wirtschaft erholte, sagte Tatiana Orlova, Ökonomin bei der Royal Bank of Scotland Group. Optimismus sei jedoch verfrüht.

          Es ist die 13. Ausgabe der Sendung, in früheren Jahren dauerte sie meist mehrere Stunden. Der Rekord liegt bei vier Stunden und 47 Minuten. Vorab gingen per Internet, Telefon und SMS mehr als 1,5 Millionen Fragen ein. Dem Kreml zufolge nahm Putin sich zwei Tage Zeit, um sich inhaltlich vorzubereiten.

          Der Westen hatte Russland nach der als Völkerrechtsbruch kritisierten Einverleibung der Schwarzmeer-Halbinsel Krim und wegen Moskaus Ostukraine-Politik mit Sanktionen belegt. Die Strafmaßnahmen verschärfen die Wirtschaftskrise der Rohstoffmacht Russland, die zuletzt unter einem niedrigen Ölpreis litt.

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