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Vatikan : Glaubenspräfekt Müller wird Kardinal

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Papst Franziskus und der emeritierte Regensburger Erzbischof Gerhard Ludwig Müller bei einem Treffen im April im Vatikan Bild: AFP

Der frühere Erzbischof von Regensburg und Präfekt der Glaubenskongregation, Gerhard Ludwig Müller, soll in den Kardinalsstand erhoben werden. Das teilte der Vatikan am Sonntag mit.

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          Papst Franziskus hat am Sonntag auf dem Petersplatz von Rom die 19 Kardinäle bekanntgegeben, die er bei seinem ersten Konsistorium am 22. Februar kreieren will. Dazu gehört wie erwartet der 66 Jahre alte deutsche Präfekt der Glaubenskongregation und frühere Bischof von Regensburg, Erzbischof Gerhard Ludwig Müller, den Franziskus schon als theologischen Gefolgsmann seines Vorgängers Benedikt XVI. im Amt bestätigt hatte und den seine gute Kenntnis der südamerikanischen Kirche mit dem Papst verbindet.

          Zudem wird Francesco seinen Staatssekretär Pietro Parolin, den Generalsekretär der Bischofssynode, Lorenzo Baldisseri, und den Präfekten der Kleruskongregation, Beniamino Stella, erheben. Sechzehn der Kardinäle sind jünger als 80 Jahre alt und könnten so bei einem Konklave den Nachfolgepapst wählen. Nur zwei Europäer gehören dazu: neben Müller der Erzbischof von Westminster und Oberhaupt der Bischöfe von England und Wales, Vincent Nichols. Zudem berief der Papst mit den Erzbischöfen von Rio de Janeiro, Buenos Aires, Santiago de Chile und Managua vier Lateinamerikaner.

          Der Chef der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Robert Zollitsch, gratulierte Müller: „Deine Erhebung hat sicherlich ihren ersten Bezugspunkt in Deinem hohen Amt als Präfekt der Kongregation für die Glaubenslehre. Sie ist aber auch eine persönliche Auszeichnung, mit der Dein Wirken als Theologe gewürdigt wird.“ Müller hatte sich als Fürsprecher für den Limburger Bischof Tebartz-van Elst eingesetzt.

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