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Ukrainische Grenze : Washington glaubt nicht an russischen Truppenabzug

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Truppenverschiebungen: An der Grenze zur Ukraine dünnt der Kreml seine Kräfte angeblich aus. Auf der Krim hingegen kamen am Montag neue Panzer (Foto) an Bild: AFP

Amerika traut dem von Russland angekündigten Teilrückzug seiner Truppen von der Grenze zur Ukraine nicht. Die Nato will im Osten zwar Flagge zeigen, aber Drohgebärden vermeiden.

          Die Vereinigten Staaten haben auf den von Russland angekündigten Abzug von Soldaten aus dem ukrainischen Grenzgebiet verhalten reagiert. „Wir können das bislang nicht erkennen“, sagte Regierungssprecher Jay Carney in Washington. „Aber falls sich das als richtig herausstellt, wäre das eine gute Sache.“ Die Regierung in Moskau hatte nach eigenen Angaben mehrere hundert Soldaten zurück in ihre Kaserne beordert. Deutschland, Frankreich und Polen wollen sich derweil beim am Dienstag beginnenden Nato-Außenministertreffen für eine engere Zusammenarbeit mit der Ukraine einsetzen.

          Die Ukraine wirft Russland vor, als Drohpotenzial in der Krim-Krise aktuell rund 60.000 Soldaten an der Grenze zusammengezogen zu haben, was Moskau bestreitet. Vertreter der ukrainischen Regierung bestätigten gegenüber dieser Zeitung allerdings, dass vorläufigen Erkenntnissen zufolge die Gesamtstärke seit vorigem Freitag um ein Viertel gesunken sei.

          Der amerikanische Außenminister John Kerry hatte am Sonntag nach einem Krisengespräch mit seinem russischen Kollegen Sergej Lawrow in Paris gesagt, jeder Fortschritt in dem Konflikt müsse den Rückzug der russischen Verbände von der Grenze beinhalten. Ein Termin für ein vereinbartes weiteres Treffen der beiden Minister steht nach amerikanischen Angaben noch nicht fest.

          Nach Angaben der Bundesregierung informierte Russlands Präsident Wladimir Putin Kanzlerin Angela Merkel (CDU) am Montag in einem Telefonat über den von ihm angeordneten Rückzug eines Bataillons. Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) wertete dies als „kleines Entspannungssignal“.

          Laut einem Bericht von Spiegel Online will die Nato als Reaktion auf die Krim-Krise zudem ihre Präsenz in Armenien, Aserbaidschan und der Republik Moldau erhöhen. Der sogenannte Partnerschaftsausschuss habe in der vergangenen Woche einen Katalog mit „praktischen Maßnahmen zur Förderung der Beziehungen“ mit diesen Ländern verabschiedet. Man müsse Wege ausloten, wie die Partner in der Region besser unterstützt werden könnten, zitiert der Bericht das Nato-Dokument. Das kurzfristige Ziel sei es, „im aktuellen Kontext in Osteuropa Stabilität zu fördern“. Unter anderem sollten die Länder ermutigt werden, die „Interoperabilität“  ihrer Armeen mit denen der Allianz zu steigern.

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