https://www.faz.net/-gq5-7piep

Ukraine-Krise : Merkel mahnt Putin zur Anerkennung der Wahl

  • Aktualisiert am

Begrüßt den nationalen Dialog in der Ukraine: Kanzlerin Merkel Bild: AP

In einem Telefonat hat Bundeskanzlerin Merkel den russischen Präsidenten Putin dazu aufgefordert, die Präsidentenwahl in der Ukraine am 25. Mai zu unterstützen. Derweil warnt die UN vor einer Flüchtlingswelle.

          1 Min.

          Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat den russischen Präsidenten Putin in einem Telefonat aufgefordert, den Ausgang der Präsidentenwahl in der Ukraine am 25. Mai zu respektieren. Nach Angaben eines Regierungssprechers in Berlin unterstrich Merkel die Bedeutung der Wahl für eine Stabilisierung der Lage.

          Sie habe Putin dazu aufgerufen, alles in seiner Macht Stehende zu tun, um die Wahl zu unterstützen und das Ergebnis anzuerkennen. Merkel begrüßte den Beginn des nationalen Dialogs in der Ukraine und die ersten Verhandlungen am Runden Tische. Das ermögliche es allen, die sich klar von Gewalt distanzieren, über die Zukunft einer einheitlichen Ukraine zu diskutieren.

          Auch der Regierungssprecher der Vereinigten Staaten, Jay Carney, mahnte Putin, die Präsidentenwahl nicht zu unterminieren. Er drohte Moskau anderenfalls weitere Sanktionen des Westens an.

          Zu Putins Ankündigung, dass Russland seine Truppen aus dem Grenzgebiet zur Ukraine abziehe, sagte Carney, dass es dazu noch keine Hinweise gebe. „Wir haben dieses Versprechen bereits in der Vergangenheit gehört und müssen erst irgendwelche Hinweise sehen,dass es erfüllt wird“, sagte er.

          „Es könnte ein großer Exodus werden“

          Die Vereinten Nationen (UN) haben derweil vor einer Flüchtlingswelle aus der Ost-Ukraine gewarnt. Nach einem Besuch in Donezk sagte UN-Vizegeneralsekretär für Menschenrechte, Ivan Simonovic, der Nachrichtenagentur Reuters am Montag, in der Stadt herrsche Angst. „Und sie ist weit verbreitet“, sagte er. Diese Angst entstehe nicht nur wegen der Sicherheitslage in der Region.

          „Sie hat auch etwas mit der gewöhnlichen Kriminalität zu tun. Es herrscht eine Stimmung der Gesetzlosigkeit, ein Gefühl, keinen Schutz zu haben“, sagte er. Viele Menschen bereiteten sich darauf vor, die Region zu verlassen - nicht nur aus Sicherheitsgründen, sondern wegen ihrer sozialen und wirtschaftlichen Perspektiven.

          „Es könnte ein großer Exodus werden und es wird eine große Herausforderung darstellen.“ Simonovic zufolge liegen zudem Informationen vor, dass im Osten des Landes Mitglieder der Wahlkommission entführt, misshandelt und eingeschüchtert worden seien. Derartige Vorgänge würden die die Präsidentenwahl am 25. Mai erschweren. Die Regierung in Kiew räumte am Montag ein, dass in Teilen des Ostens eine normale Abstimmung unmöglich sein werde.

          Weitere Themen

          „Wir sind im Krieg mit diesem Virus“

          Joe Biden : „Wir sind im Krieg mit diesem Virus“

          Der künftige amerikanische Präsident Biden tritt sein Amt zu einer Zeit an, in der die Corona-Pandemie in den Vereinigten Staaten wilder tobt denn je. Die Impfung der Bevölkerung kommt nur schleppend voran. Biden präsentiert nun Pläne, wie er das ändern will.

          Topmeldungen

          Bald offiziell Amerikas Präsident: Joe Biden

          Joe Biden : „Wir sind im Krieg mit diesem Virus“

          Der künftige amerikanische Präsident Biden tritt sein Amt zu einer Zeit an, in der die Corona-Pandemie in den Vereinigten Staaten wilder tobt denn je. Die Impfung der Bevölkerung kommt nur schleppend voran. Biden präsentiert nun Pläne, wie er das ändern will.
          Bundeskanzlerin Angela Merkel und Generalsekretär Paul Ziemiak beim digitalen Parteitag der CDU am Freitagabend.

          CDU-Parteitag : Die Kanzlerin spart sich das Lob

          Zu Beginn des CDU-Parteitags gibt es viel Schulterklopfen für die scheidende Vorsitzende Kramp-Karrenbauer – nur Angela Merkel spricht lieber über ihre eigenen Leistungen. Und Markus Söder vom spannenden Aufstieg.
          Freundinnen: Luisa und Sophie wohnen zusammen in Frankfurt. Beide verdienen Geld mit Pornovideos, die sie selbst aufnehmen.

          Studentin in Geldnot : Pornos drehen für den Master

          Luisa besucht eine Hochschule im Rhein-Main-Gebiet und verkauft Sexvideos, um ihr Studium zu finanzieren. Sie sagt, das fühle sich dreckig an. Doch der Geldmangel habe sie dazu getrieben, und andere Nebenjobs sind ihr zu zeitaufwendig.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.