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Kommentar : Der Schlüssel zur Ukraine

  • -Aktualisiert am

Ein ukrainischer Soldat auf Patrouille nahe der Frontlinie mit den prorussischen Separatisten in Nowotoschkiwske im Osten des Landes. Bild: Reuters

Die jüngste Drohung der G 7, die Sanktionen gegen Russland zu verschärfen, ist ein Versuch, Schlimmeres zu verhindern. Gelöst wird der Konflikt in der Ukraine erst, wenn die auswärtigen Mächte Druck auf ihre jeweiligen Schützlinge in der Region ausüben.

          Die G-7-Staaten haben den russischen Präsidenten noch einmal daran erinnert, dass die westlichen Sanktionen verschärft werden können, sollte der Krieg in der Ukraine wieder voll entbrennen. In der Sache ist das nichts Neues, angesichts der zunehmenden Kämpfe aber offenbar ein Versuch, Schlimmeres zu verhindern.

          Das größte Problem ist, dass Putins Ziele weiterhin unklar bleiben. Will er den Konflikt am Köcheln halten, einfrieren, oder will er seine Separatisten doch weiter in Richtung Westen marschieren lassen? Seine Äußerungen vom Wochenende geben darüber keinen Aufschluss. Er versicherte der Nato, dass er sie nicht angreifen wolle (was auch nicht klug wäre), gab aber ansonsten Kiew die Schuld an der angespannten Lage. Auch das ist keine neue Linie.

          Von den Akteuren in der Ukraine sind keine wirklichen Kompromisse zu erwarten. Einen halbwegs dauerhaften Frieden wird es erst geben, wenn die auswärtigen Mächte Druck auf ihre jeweiligen Schützlinge ausüben. Gelöst werden muss dieser Konflikt in Moskau, Washington und Berlin.

          Nikolas Busse

          Verantwortlicher Redakteur für die Frankfurter Allgemeine Woche und stellvertretender verantwortlicher Redakteur für Außenpolitik (F.A.Z.).

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