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Ukraine : Zweites OSZE-Team wieder auf freiem Fuß

  • Aktualisiert am

Prorussischer Kämpfer in Donezk: Dort werden immer noch vier OSZE-Mitarbeiter vermisst Bild: REUTERS

Die OSZE-Mitarbeiter, zu denen der Kontakt gegen Mittag abgebrochen war, sind wieder frei. Separatisten hatten sie mehrere Stunden festgehalten. Das Schicksal des anderen vermissten OSZE-Teams ist nach wie vor unklar.

          In der Ostukraine haben Separatisten eine Gruppe von internationalen Beobachtern über mehrere Stunden festgehalten. Die elf Mitarbeiter der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) seien gegen Mittag an einer Straßensperre in Marinka nahe der Stadt Donezk von bewaffneten Rebellen aufgehalten und bedroht worden, verlautete am Mittwochabend aus OSZE-Kreisen. Die Separatisten hätten ihnen die Mobiltelefone abgenommen, weshalb man vorübergehend keinen Kontakt zu dem Team habe aufbauen können. Inzwischen seien die elf OSZE-Beobachter aber wieder auf freiem Fuß und sicher in ihrem Hotel in Donezk.

          Das Schicksal einer anderen Gruppe von Beobachtern blieb dagegen unklar. Die OSZE vermisst seit Montagabend ein vierköpfiges Team in der Ostukraine. Die Gruppe mit je einem Vertreter aus der Schweiz, Dänemark, Estland und der Türkei war demnach östlich der Stadt Donezk auf einem Routineeinsatz in einen Kontrollposten geraten. Seitdem gibt es keinen Kontakt mehr zu dem Team. Es wird vermutet, dass prorussische Separatisten die Beobachter festhalten.

          Der ukrainische Ministerpräsident Arseni Jazenjuk sagte im ZDF zu der ersten Gruppe, Kiew tue „alles, um diese Leute frei zu bekommen“. Es seien offenbar „aus Russland gelenkte Terroristen, die sie gefangen genommen haben“. Jazenjuk forderte Moskau auf, „diese Terroristen zu verurteilen, für Frieden und Stabilität zu sorgen und alles zu tun, die Mitglieder der OSZE-Mission frei zu bekommen.“

          Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel äußerte sich besorgt über das Schicksal der verschwundenen Beobachter. „Wir sind in diesen Stunden natürlich in Sorge um die OSZE-Beobachter. Aber wir werden alles daran setzen, diese Beoabchter wieder in Freiheit zu bekommen“, sagte Merkel vor einem Treffen mit den Regierungschefs der Ukraine, Moldawiens und Georgiens am Mittwoch in Berlin.

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