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Ukraine-Konflikt : Dunkle Krim

Der zerstörte Strommast in der Ukraine Bild: Reuters

Die Sprengung der Strommasten war das Werk radikaler Kräfte. Der Blackout könnte die ohnehin starken Spannungen zwischen Kiew und Moskau noch befeuern.

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          Um die Krim war es still geworden. Daran hat auch die im September von Krimtataren und ukrainischen Nationalisten begonnene Blockade wenig geändert. Sie wollten so den Transport von Lebensmitteln auf die von Russland annektierte Halbinsel verhindern. Die Vermutung liegt nahe, dass der Stromausfall auf der Krim das Werk von Radikalen ist, die daraus den Schluss gezogen haben, sie müssten zu extremeren Mitteln greifen.

          Das ist nicht nur eine kriminelle Rücksichtslosigkeit gegenüber den Bewohnern der Halbinsel, sondern auch gefährlich. Wenn die Sprengung von Strommasten überhaupt politische Folgen haben sollte, dann ein Wachsen der ohnehin starken Spannungen zwischen Kiew und Moskau und eine Zunahme des ohnehin starken Drucks auf die Krimtataren durch die russischen Behörden.

          Zudem bringt sie die ukrainische Regierung innenpolitisch in Schwierigkeiten: Sie muss so schnell wie möglich die Stromversorgung der Krim wiederherstellen, hat aber gleichzeitig im eigenen Lager Leute, die solche Aktionen mit mehr als nur klammheimlicher Freunde verfolgen.

          Reinhard Veser

          Redakteur in der Politik.

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