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Ukraine : Kiew nennt Bombenexplosion in Charkiw „Terroranschlag“

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Bei einem Gedenkmarsch für gefallene ukrainische Soldaten in Charkiw ist eine Bombe explodiert. Bild: Reuters

Während eines Gedenkmarschs für ukrainische Soldaten in Charkiw ist eine Nagelbombe explodiert. Mindestens zwei Menschen starben. Die ukrainische Führung spricht von einem „Terroranschlag“. Die Spuren von Verdächtigen sollen nach Russland führen.

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          Während einer Demonstration in der ukrainischen Stadt Charkiw sind bei einer Explosion mindestens zwei Menschen ums Leben gekommen. Außerdem habe es Verletzte gegeben, berichtete der zuständige Staatsanwaltschaft. Unter den Toten sei ein Polizist, vier der Verletzten seien ebenfalls Polizisten. Zuvor war von drei Todesopfern die Rede gewesen.

          Laut Staatsanwaltschaft wurde der am Straßenrand versteckte selbstgebaute Sprengsatz mit einem Zeit- oder Fernzünder ausgelöst. Die Bombe sei mit Nägeln gefüllt gewesen. Augenzeugen sagten, die Verletzten seien bei einem Marsch in den vorderen Reihen gegangen.

          Das Innenministerium sprach von einem „Terroranschlag“, während der Geheimdienst die Festnahme mehrerer Verdächtiger meldete. Sie sollen in Russland ausgebildet und bewaffnet worden sein. Das sagte ein Vertreter der Sicherheitskräfte dem ukrainischen TV-Sender 112. Die Führung in Kiew machte pauschal die prorussische Kräfte für den Anschlag verantwortlich, ohne Details zu nennen.

          Schon häufiger Anschläge in Charkiw

          Charkiw liegt etwa 40 Kilometer von der russischen Grenze entfernt und wird von der ukrainischen Zentralregierung kontrolliert. Sie kämpft im Osten des Landes gegen prorussische Separatisten.

          Schon mehrfach war es in Charkiw, der zweitgrößten Stadt des Landes, und in anderen mehrheitlich russischsprachigen Städten zu Anschlägen gekommen, bei denen meist nur Sachschaden entstanden war.

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