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Zwischenfälle in der Türkei : Putschisten widersetzen sich ihrer Festnahme

  • Aktualisiert am

Ein Kampfjet der türkischen Luftwaffe beim Start auf der Air Base in Konya im April 2010. Bild: Reuters

Auf einem Luftwaffenstützpunkt in Konya und am zweiten Istanbuler Flughafen sind Putschisten und türkische Sicherheitskräfte aneinander geraten. Die Soldaten widersetzten sich ihrer Festnahme.

          Auf dem türkischen Luftwaffenstützpunkt Konya hat es am Sonntagabend nach Angaben eines Behördenvertreters Zusammenstöße zwischen mutmaßlichen Putschisten und Sicherheitskräften gegeben. Die Soldaten hätten sich ihrer Festnahme durch die Polizei widersetzt, sagte der Behördenvertreter der Nachrichtenagentur AFP. Die amtliche Nachrichtenagentur Anadolu berichtete von sieben Festnahmen und meldete, der Einsatz sei beendet.

          Zugleich bestätigte der Behördenvertreter einen Vorfall am Flughafen Sabiha Gökcen in Istanbul, wo die Polizei Warnschüsse gegen mutmaßliche Putschisten abgegeben habe, die Widerstand leisteten. Die mutmaßlichen Putschisten hätten sich schließlich ergeben.

          Fast 300 Tote

          Teile des Militärs hatten am Freitagabend einen Putsch gestartet, der nach wenigen Stunden niedergeschlagen wurde. Die Zahl der Toten bei dem gescheiterten Putschversuch in der Türkei ist nach Angaben des Außenministeriums vom Sonntagabend auf fast 300 gestiegen. Das Ministerium teilte mit, mehr als 100 Putschisten sowie „mehr als 190 unserer Bürger“ seien getötet worden. Mehr als 1400 Menschen seien verletzt worden.

          Bei Operationen gegen die „Terrorgruppe“ hinter dem Putschversuch seien bislang 6000 Menschen festgenommen worden. Mit der Terrorgruppe ist die Bewegung des Predigers Fethullah Gülen gemeint, die die Regierung für den Umsturzversuch verantwortlich macht. Die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu meldete, unter den festgenommenen Verdächtigen seien mindestens 70 Generäle aus den Streitkräften.

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