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Kampf gegen die PKK : Türkische Armee tötet 18 kurdische Kämpfer

  • Aktualisiert am

Tränengas in Diyarbakir: Im Südosten der Türkei herrschen kriegsähnliche Zustände. Bild: AFP

Das türkische Militär meldet neue Gefechte im Südosten des Landes. Dabei seien mehrere PKK-Kämpfer getötet worden. Es kam offenbar auch zu Dutzenden Festnahmen.

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          Bei ihrer Großoffensive gegen die verbotene Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) haben türkische Einsatzkräfte im Südosten des Landes mindestens 18 kurdische Kämpfer getötet. Wie die Armee am Samstag mitteilte, wurden bei Gefechten in der Stadt Cizre nahe der Grenze zum Irak 16 Rebellen getötet. Zwei weitere starben demnach in Sur, einem umkämpften Stadtteil der Kurdenhochburg Diyarbakir. In Silopi wurden den Angaben zufolge 58 PKK-Kämpfer festgenommen, die sich als Bewohner ausgaben und aus der Stadt fliehen wollten.

          Die Armee geht in den Kurdengebieten im Südosten des Landes seit Anfang Dezember mit aller Härte gegen Aktivisten vor. In mehreren Städten gelten Ausgangssperren, in manchen Gegenden herrschen kriegsähnliche Zustände. Nach Armeeangaben wurden in Cizre, Silopi und Sur insgesamt bereits mehr als 420 PKK-Kämpfer getötet.

          Kurdische Aufständische hatten im Jahr 1984 im Südosten der Türkei einen Kampf um größere Autonomierechte begonnen. Der jahrzehntelange Konflikt der Regierung in Ankara mit der PKK war im Sommer wieder eskaliert. Der vor drei Jahren eingeleitete Friedensprozess kam zum Erliegen. In dem Konflikt wurden in den vergangenen 30 Jahren etwa 45.000 Menschen getötet.

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