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Tod nach Verhaftung : Proteste gegen Polizeigewalt in Den Haag

  • Aktualisiert am

Brennende Barrikaden in der Nacht zum Dienstag in Den Haag Bild: dpa

Nicht nur in Amerika: Am Montag ist im niederländischen Den Haag ein Tourist aus Aruba offenbar in Polizeigewahrsam gestorben. Was folgte, waren Proteste und Straßenschlachten bis zum nächsten Morgen.

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          Der Tod eines Mannes in Polizeigewahrsam hat im niederländischen Den Haag zu heftigen Krawalle geführt. Hunderte Demonstranten kämpften in der Nacht zum Dienstag in stundenlangen Straßenschlachten mit der Polizei. Das teilte ein Polizeisprecher am Dienstag mit. Dabei wurde mindestens ein Polizist verletzt. Sechzehn Personen wurden festgenommen

          Anlass der Unruhen war der Tod eines 42 Jahre alten Touristen von der niederländischen Karibikinsel Aruba. Er war am Sonntag bei einem Festival in Den Haag festgenommen worden und kurz danach gestorben. Nach Videobildern hatten mindestens vier Beamte den Mann gewaltsam überwältigt. Der Grund für die Festnahme war zunächst unklar.

          Die anschließende Demonstration vor einer Polizeiwache war dann schnell eskaliert. Demonstranten riefen „Polizei – Mörder“ und griffen Polizisten mit Steinen und Feuerwerkskörpern an. Schaufenster gingen zu Bruch, Container und Bauwagen wurden in Brand gesteckt. Die Polizei setzte Wasserwerfer ein.

          Schnell eskaliert: Protest vor einer Polizeiwache am Montagabend in Den Haag
          Schnell eskaliert: Protest vor einer Polizeiwache am Montagabend in Den Haag : Bild: dpa

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