https://www.faz.net/-gq5-8byt1

Spanien : Katalonien steht vor Neuwahlen

  • Aktualisiert am

Der amtierende katalanische Ministerpräsident, Artur Mas, Ende Dezember Bild: dpa

Die Führung der separatistischen CUP hat entschieden, den katalanischen Ministerpräsidenten Artur Mas nicht im Amt zu bestätigen. Damit muss in Katalonien wohl im Frühjahr abermals gewählt werden.

          In der spanischen Region Katalonien müssen voraussichtlich im März abermals Wahlen abgehalten werden. Die Führung der antikapitalistischen CUP-Partei entschied am Sonntag mit knapper Mehrheit, Artur Mas nicht im Amt des Ministerpräsidenten zu bestätigen. Für seine Wiederwahl durch das katalanische Parlament brauchte Mas mindestens zwei Stimmen von CUP-Abgeordneten.

          Die Entscheidung wird als Rückschlag für die Separatisten gewertet, die einen raschen Bruch mit Spanien anstreben. Die Verhandlungen zwischen dem bürgerlichen Mas und der linksextremistischen CUP hatten sich seit den Wahlen vom 27. September hingezogen. Mas wurde vor allem wegen der Verwicklung seiner Partei in diverse Korruptionsskandale abgelehnt. Zweimal scheiterte Mas im Parlament mit dem Versuch, wiedergewählt zu werden. Wird bis zum 10. Januar kein neuer Regierungschef gewählt, müssen Neuwahlen angesetzt werden.

          Öffnen

          Anfang November hatte die CUP noch gemeinsam mit Mas´ Parteienbündnis „Junts pel Sí“ (Gemeinsam für das Ja) für die Unabhängigkeit von der Zentralregierung in Madrid und die Schaffung einer eigenen Republik bis spätestens 2017 gestimmt. Das spanische Verfassungsgericht hob die Parlamentsentscheidung Anfang Dezember auf.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Ashton Applewhite

          Altersdiskriminierung : „Man kann nicht jung bleiben“

          Die Amerikanerin Ashton Applewhite kämpft gegen eine Form der Diskriminierung, über die kaum jemand spricht, obwohl sie jeden irgendwann treffen wird. Ein Gespräch über Altersdiskriminierung.
          Schlechte Laune im Osten? Das stimmt nicht so ganz.

          Ostdeutschland : Woher die schlechte Laune?

          Steht es dreißig Jahre nach dem Ende der DDR wirklich so schlimm mit der deutschen Einheit und dem Osten? Nein. Die krasse Fehleinschätzung hat auch etwas mit denen zu tun, die heute die politische Meinung im Osten mitprägen.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.