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Wladimir Putin : Preis des Nationalismus

Die Nervosität der Machthaber in Moskau nimmt zu Bild: AP

Russlands Präsident will sich nicht erpressen lassen, um keinen Preis. Doch die Sanktionen und der fallende Ölpreis zeigen Wirkung. Die Situation erinnert an die Zeit vor dem Ende der Sowjetunion.

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          Sein Land lasse sich von Sanktionen nicht erpressen, sagt der russische Präsident. Das wäre ja noch schöner, sich von Europäern und Amerikanern erpressen zu lassen. Er selbst ist offenbar immer noch der Meinung, seine Politik der Destabilisierung der Ukraine und des Landraubs sei in Ordnung. Vielleicht glaubt er sogar, schon den Konflikt einzufrieren wäre eine Geste guten Willens. Es wäre schön, wenn Putin mit einer offeneren Haltung in die Gespräche mit den Europäern und dem ukrainischen Präsidenten ginge: mit der Bereitschaft, die jüngste Friedensvereinbarung Punkt für Punkt zu erfüllen.

          Klaus-Dieter Frankenberger

          verantwortlicher Redakteur für Außenpolitik.

          Helfen würde dabei ein wacher Sinn für die Realität: Putin kann es nicht gleichgültig lassen, dass die Sanktionen, die sein Propagandaapparat verhöhnt, Wirkung zeigen. Wirkung zeigt auch der Fall des Ölpreises. Die Einnahmen aus dem Öl- und Gasexport sind wesentliche Stützen des Staatshaushalts. Dass Vergleiche mit der Zeit vor dem Ende der Sowjetunion gezogen werden – damals war der Ölpreis auch drastisch gefallen –, verrät die Nervosität der Machthaber in Moskau. Putins großrussischer Nationalismus hat doch einen Preis.

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