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Russland : Strafverfolgung gegen drei Greenpeace-Aktivisten eingestellt

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Camila Speziale, Phiip Ball und Sini Saarela feiern die gute Nachricht, dass ihre Fälle von der russischen Justiz nicht mehr verfolgt werden. Bild: AP

Die in Russland wegen Rowdytums angeklagten Besatzungsmitglieder des Greenpeace-Schiffs „Arctic Sunrise“ kommen möglicherweise um einen Prozess herum. Für drei von ihnen wurde das bereits bestätigt.

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          Die Justiz in Russland hat damit  begonnen, die Strafverfolgung von Aktivisten der  Umweltschutzorganisation Greenpeace zu den Akten zu legen. Eine  Greenpeace-Sprecherin sagte der Nachrichtenagentur AFP am Dienstag in Moskau, drei Teilnehmer der Protestaktion in der Barentssee im September seien darüber informiert worden, dass ihre Fälle nicht weiter verfolgt würden. Es werde damit gerechnet, dass dies auch für die 27  weiteren beschuldigten Aktivisten geschehen werde.

          Am 18. Dezember hatte das russische Parlament ein Amnestiegesetz  verabschiedet, das bis zu 25 000 Häftlingen zugute kommen könnte.  Am Montag waren in diesem Zusammenhang die beiden noch inhaftierten  Musikerinnen der Punkband Pussy Riot, Maria Alechina und Nadeschda  Tolokonnikowa, freigelassen worden.

          Anklage wegen Rowdytums

          Die Besatzungsmitglieder des Greenpeace-Schiffs „Arctic Sunrise“,  die nach einer Protestaktion in der Barentssee im September  festgenommen worden waren, sind wegen Rowdytums angeklagt.  Insgesamt 30 Aktivisten, unter ihnen vier Russen und 26 Ausländer,  waren betroffen. Ihnen drohten lange Haftstrafen.

          Die spektakuläre Freilassung des Kreml-Kritikers Michail  Chodorkowski am vergangenen Freitag stand nach offizieller Lesart  nicht mit dem Amnestiegesetz in Zusammenhang.

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