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Systematische Behinderung? : Präsidentenwahl in Rumänien endet chaotisch

  • -Aktualisiert am

Diese Frau in Bukarest konnte ihre Stimme problemlos abgeben Bild: dpa

Weil die im Ausland lebenden Rumänen mehrheitlich Gegner des sozialdemokratischen Präsidentschaftskandidaten Ponta sind, soll deren Wahl systematisch behindert worden sein. Ponta liegt derweil nach ersten Prognosen deutlich vorn.

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          Die rumänische Präsidentenwahl ist am Sonntagabend in einem Chaos geendet: Vor den rumänischen Vertretungsbehörden in zahlreichen europäischen Städten protestierten Tausende Wahlberechtigte, die vergeblich versucht hatten, ihre Stimme abzugeben.

          In München betrug die Wartezeit am Nachmittag mehr als fünf Stunden. In Turin stand 70.000 Wahlberechtigten lediglich ein Wahllokal zur Verfügung. In London und in Paris verwandelten sich die Warteschlangen in Kundgebungen gegen die rumänische Regierung und den sozialdemokratischen Präsidentschaftskandidaten Victor Ponta. Hunderte Rumänen riefen „Nieder mit Ponta! Nieder mit dem Kommunismus“.

          Stichwahl findet in zwei Wochen statt

          Der Regierung wurde vorgeworfen, die Stimmabgabe der im Ausland lebenden Rumänen systematisch behindert zu haben, weil es unter ihnen eine deutliche Mehrheit von Ponta-Gegnern gebe. Die Zentrale Wahlbehörde (BEC) lehnte den Antrag mehrerer Präsidentschaftskandidaten ab, die Stimmabgabe im Ausland um eine Stunde länger geöffnet zu halten. Diese Entscheidung obliege allein den Leitern der entsprechenden Wahllokale, stellte die BEC fest.

          Erste Wählerbefragungen deuteten erwartungsgemäß auf eine Mehrheit Pontas von 40 Prozent der Stimmen hin. An zweiter Stelle landete der Hermannstädter Bürgermeister Klaus Johannis mit 31 Prozent. Die Stichwahl findet in zwei Wochen statt. Insgesamt hatten sich 14 Kandidaten beworben.

          Ponta zeigte sich nach den ersten Prognosen siegessicher. Die von seiner Partei mit dem Sieg bei der Parlamentswahl 2012 eingeleitete „Wende“ werde nun vollendet. Und auch Herausforderer Iohannis begrüßte das Votum: „Es ist klar, dass die Rumänen nun zwischen zwei Möglichkeiten zu wählen haben: ein Rumänien des guten Handwerks und ein Rumänien des schlechten Handwerks, des Skandals und der Lüge.“

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