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Rumänien : Ponta und Iohannis in der Stichwahl um Präsidentenamt

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Kam in der ersten Abstimmungsrunde auf gut 40 Prozent der Stimmen: Ministerpräsident Victor Ponta Bild: AP

Die Entscheidung über den neuen Präsidenten Rumäniens fällt in einer Stichwahl am 16. November zwischen dem sozialistischen Regierungschef Victor Ponta und seinem bürgerlichen Rivalen Klaus Iohannis.

          Die Entscheidung über den neuen Präsidenten Rumäniens fällt in einer Stichwahl am 16. November. Der sozialistische Ministerpräsident Victor Ponta tritt in zwei Wochen gegen seinen bürgerlichen Rivalen Klaus Iohannis an. Ponta sei in der ersten Abstimmungsrunde am Sonntag auf 40,33 Prozent der Stimmen gekommen, Iohannis auf 30,44 Prozent, erklärte das Zentrale Wahlbüro in Bukarest am Montagmorgen nach Auszählung der Stimmen in 98,3 Prozent der Wahllokale. Keiner der 14 Kandidaten erzielte demnach die absolute Mehrheit. Die Wahlbeteiligung lag bei 53,16 Prozent.

          Die Präsidentenwahl war am Sonntagabend in einem Chaos geendet: Vor den rumänischen Vertretungsbehörden in zahlreichen europäischen Städten hatten tausende Wahlberechtigte protestiert, die vergeblich versucht hatten, ihre Stimme abzugeben.

          Fordert in der Stichwahl Ponta heraus: Präsidentschaftskandidat Klaus Iohannis

          In München betrug die Wartezeit am Nachmittag mehr als fünf Stunden. In Turin stand 70.000 Wahlberechtigten lediglich ein Wahllokal zur Verfügung. In London und in Paris verwandelten sich die Warteschlangen in Kundgebungen gegen die rumänische Regierung und Ponta.

          Der Regierung wurde vorgeworfen, die Stimmabgabe der im Ausland lebenden Rumänen systematisch behindert zu haben, weil es unter ihnen eine deutliche Mehrheit von Ponta-Gegnern gebe. Die Zentrale Wahlbehörde (BEC) hatte den Antrag mehrerer Präsidentschaftskandidaten abgelehnt, die Stimmabgabe im Ausland um eine Stunde länger geöffnet zu halten. Diese Entscheidung obliege allein den Leitern der entsprechenden Wahllokale, stellte die BEC fest.

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