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Krieg in der Ukraine : Separatisten ziehen schwere Waffen ab

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Auch die Ukraine zieht ihre schweren Waffen von der Front ab, sagt Präsident Poroschenko. Das Foto zeigt ein Geschütz der ukrainischen Milizen auf einem Waffenübungsplatz in der Nähe von Zhytomyr. Bild: dpa

Die Hoffnung auf Frieden in der Ukraine wächst: Der ukrainische Präsident Poroschenko hat erstmals bestätigt, dass die prorussischen Separatisten ihre schweren Waffen von der Front zurückziehen. Auch die ukrainische Armee habe „den Löwenanteil“ abgezogen.

          Die ukrainische Regierung hat einen umfangreichen Abzug schwerer Waffen durch die prorussischen Separatisten bestätigt. „Die von Russland unterstützen Kämpfer haben eine signifikante Zahl zurückgezogen“, sagte der ukrainische Präsident Petro Poroschenko  im Fernsehen. Auch sein Militär habe „den Löwenanteil“ der Waffen von der Front im Osten des Landes abgezogen.

          Beide Seiten setzen damit das Abkommen von Minsk um, das ein Ende der Kämpfe zum Ziel hat. Es war von Bundeskanzlerin Angela Merkel und den Präsidenten Frankreichs, Russlands und der Ukraine, François Hollande, Wladimir Putin und Petro Poroschenko, in der weißrussischen Hauptstadt ausgehandelt worden. Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier hatte sich jüngst ebenfalls zuversichtlich gezeigt, dass sich die Lage im Osten stabilisieren könnte.

          Tote trotz Waffenruhe

          Auch die seit dem 15. Februar geltende Waffenruhe ist Bestandteil des Friedensabkommens. Sie ist relativ stabil, trotzdem gibt es immer wieder Gefechte. Allein seit dem offiziellen Beginn der Waffenruhe am 15. Februar sind nach Angaben von Präsident Petro Poroschenko 64 Soldaten getötet worden. Insgesamt seien in dem knapp elfmonatigen Konflikt bisher 1549 Soldaten getötet worden. Die Vereinten Nationen zählten bislang insgesamt mehr als 6000 Tote, vornehmlich Zivilisten.

          Am Montagabend wurde bekannt, dass die Vereinigten Staaten rund 3000 Soldaten zu Manövern ins Baltikum schicken. Sie sollen sich demnächst in Marsch setzen und an Übungen in Estland, Lettland und Litauen teilnehmen, sagte Pentagonsprecher Major James Brindle. Dies sei Teil einer bereits geplanten Truppenrotation zur Stärkung der Nato in der Region. Rund 750 Panzer und anderes schweres Gerät seien bereits in der Region eingetroffen.

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