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Familienpolitik : Papst kritisiert Verzicht auf Kinder

  • Aktualisiert am

Selfie mit Papst während der Generalaudienz Ende Januar im Vatikan Bild: Reuters

Als „trübselig“ hat Papst Franziskus Gesellschaften bezeichnet, die „aus Bequemlichkeit“ auf Kinder verzichten. Eltern die Achtung zu versagen, sei ehrlos, sagte Franziskus in seiner Generalaudienz.

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          Papst Franziskus hat in seiner Generalaudienz am Mittwoch auf dem Petersplatz  Gesellschaften und Eltern getadelt, die bewusst auf Kinder verzichten. Unter Bezug auf das Buch des Propheten Jesaja (60,1.4 - 5a) sagte Franziskus: „Kinder sind ein Geschenk.“ Das vierte Gebot verlange von den Kindern, ihre Eltern zu ehren. Gott verbindet damit die Verheißung: „Damit du lange lebst in dem Land, das der Herr, dein Gott, dir gibt“(Ex 20,12).

          „Die liebevolle Verbindung zwischen den Generationen garantiert die Zukunft, macht die Geschichte menschlich“, fuhr Franziskus fort. „Den Eltern die Ehre und die Achtung zu versagen, macht eine Gesellschaft ehrlos. Umgekehrt ist eine Gesellschaft, die aus Bequemlichkeit auf Kinder verzichtet, eine trübselige Gesellschaft.“ Kinder machten die Gesellschaft jung, bereicherten sie und vervielfältigten ihre Kräfte, schenkten ihr Leben. Franziskus schloss mit den Worten: „Jesus, der Sohn des ewigen Vaters, der Sohn in der Zeit wurde, helfe uns, die Würde der Gotteskindschaft zu verstehen und in ihr zu leben.“

          In Italien, wo die Geburtenrate seit Jahren ständig sinkt, dürften diese Äußerungen neue Aufregung hervorrufen. Der Papst hatte erst in der vergangenen Woche mit missverständlichen, irritierenden Äußerungen zur Kindererziehung für Empörung gesorgt, als er einen Vater zitierte, der seine Kinder „ein bisschen“ schlage – „aber nie ins Gesicht, um sie nicht zu demütigen“.

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