https://www.faz.net/-gq5-7wb3j

Ostukraine : Truppenbewegungen

Im Osten der Ukraine finden massive Truppenbewegungen statt. Sollen damit die „Volksrepubliken“ der prorussischen Separatisten konsolidiert werden? Stehen wieder Kämpfe in großem Stil bevor? Hinter der militärischen Frage steht eine politische.

          1 Min.

          Dass in den von den Separatisten in der Ostukraine gehaltenen Gebieten massive Truppenbewegungen stattfinden, kann als sicher gelten - die Quellen dafür sind in Zahl, Vielfalt und Glaubwürdigkeit ausreichend.

          Die Frage ist, welches Ziel sie haben: Sollen die „Volksrepubliken“ nach innen konsolidiert werden? Sollen also konkurrierende Einheiten und lokale Kriegsherren auf der prorussischen Seite mit Hilfe von Truppen aus Russland unter eine Führung gebracht werden? Oder ist gerade der Aufmarsch für eine Wiederaufnahme der Kämpfe in großem Stil zu beobachten?

          Hinter der militärischen Frage steht eine politische: Wie reagiert der Kreml auf das Ergebnis der ukrainischen Parlamentswahl, das zeigt, dass der Rückhalt der nach Russland orientierten Kräfte in der Ukraine außerhalb des Kriegsgebiets auch im Süden und Osten der Ukraine schwindet? Beschränkt es sich auf das gewonnene Gebiet, oder heizt es den Konflikt wieder an, um die Ukraine weiter in Chaos zu stürzen, in der Hoffnung, dass irgendwann ein moskaufreundlicher Phönix aus der Asche steigt?

          Reinhard Veser
          Redakteur in der Politik.

          Weitere Themen

          Gibt es noch eine Zukunft mit Woelki?

          Erzbistum Köln : Gibt es noch eine Zukunft mit Woelki?

          In Köln ist das Vertrauensverhältnis zwischen Erzbistum und Erzbischof zerrüttet. Ein externer Moderator muss einspringen. Nicht wenige hoffen, dass ein Spruch aus Rom die Angelegenheit schon vorher erledigt.

          Topmeldungen

          Wegen seines Umgangs mit dem Missbrauchsskandal in der Kritik: Rainer Maria Kardinal Woelki

          Erzbistum Köln : Gibt es noch eine Zukunft mit Woelki?

          In Köln ist das Vertrauensverhältnis zwischen Erzbistum und Erzbischof zerrüttet. Ein externer Moderator muss einspringen. Nicht wenige hoffen, dass ein Spruch aus Rom die Angelegenheit schon vorher erledigt.
          Im Wahlkampf: Der Kanzlerkandidat der Union und CDU-Vorsitzende Armin Laschet

          Wahlprogramm der Union : Adenauer reicht nicht mehr

          Vielleicht wäre es Armin Laschet am liebsten gewesen, einfach Wahlkampfplakate mit den Worten „Keine Experimente!“ zu bedrucken – und abzuwarten, wie sich die Konkurrenz um Kopf und Kragen redet. Tatsächlich muss er mehr tun.

          Politik im Stadion : Die zwei Seiten des Regenbogens

          Politische Botschaften im Stadion können den Sport in Teufels Küche bringen. Selbst gutgemeinte Aktionen führen womöglich zu (identitäts-)politischen Kämpfen. Und wer legt eigentlich fest, was „gut“ ist?

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.