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Ostukraine : Separatisten machen Propaganda mit Linke-Abgeordneten

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Screenshot der Internetseite Novorossia, die das Foto mit den beiden Bundestagsabgeordneten veröffentlicht hat. Bild: Screenshot der Internetseite Novorossia

Zwei Politiker der Linken bringen medizinische Hilfsgüter in den umkämpften Osten der Ukraine. Dafür müssen sie mit den Separatisten kooperieren - und landen auf einem Propaganda-Foto mit deren Anführer Sachartschenko.

          Die prorussischen Separatisten in der Ostukraine haben einen Besuch von zwei Bundestagsabgeordneten der Linken für ihre Propaganda genutzt. Auf ihrer Internetseite „Novorossia.su“ veröffentlichten die Aufständischen ein Foto des Separatistenführers Alexander Sachartschenko mit den Außen- und Europapolitikern Wolfgang Gehrcke und Andrej Hunko.

          Die beiden waren vergangene Woche in die Region gereist, um 28 Tonnen Medikamente für Kinderkrankenhäuser in Donezk, Horliwka und Luhansk zu übergeben. Dafür hatten sie bis zur Abreise 74.000 Euro Spenden gesammelt. Die Region leidet unter einer Wirtschaftsblockade Kiews.

          Die Separatisten bezeichnen die Linken auf ihrer Internetseite als EU-Repräsentanten. „Seit Beginn der Kampfhandlungen ist das die erste humanitäre Mission unter Beteiligung von Vertretern der Europäischen Union“, erklärte Jakow Samuschija, stellvertretender Vorsitzender der Landsmannschaft Donbass.

          Gehrcke sagte, er und Hunko hätten sich dem Gespräch nicht entziehen können. Die beiden Abgeordneten waren am Samstag mit vier Lastwagen voller Hilfsgüter von Russland aus in die Ukraine gereist. Eine Einreise von Westen sei ihnen von der Regierung in Kiew nicht ermöglicht worden, betonte Gehrcke.

          Das Gespräch mit Sachartschenko habe im Rathaus von Donezk stattgefunden und etwa 15 Minuten gedauert. Anschließend habe der Separatistenführer ihnen sein zerschossenes Wohnhaus in der Nähe des Flughafens gezeigt. Das Treffen sei ihnen aber quasi aufgezwungen worden. „Ich habe schon geahnt, dass man einem solchen Zusammentreffen nicht aus dem Wege gehen kann“, betonte Gehrcke.

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