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Nordirland : Sinn-Fein-Chef wegen IRA-Mordfalls festgenommen

  • Aktualisiert am

Gerry Adams im März in London Bild: Reuters

Gerry Adams, der Vorsitzende der nationalistischen Sinn-Fein-Partei in Nordirland, ist wegen eines Mordfalls im Jahr 1972 festgenommen worden. Die Sinn Fein ist der politische Arm der IRA.

          Der Chef der nationalistischen Sinn-Fein-Partei in Nordirland, Gerry Adams, ist nach Parteiangaben am Mittwochabend festgenommen worden. Adams werde zu einem Mordfall von 1972 verhört, teilte die Sinn Fein mit. Es geht um die damals 37-jährige Jean McConville, die 1972 entführt und ermordet worden war.

          Adams habe der nordirischen Polizei bereits vor einem Monat mitgeteilt, dass er bereit sei, im Fall McConville auszusagen, teilte die Sinn Fein mit. Die Sinn Fein ist der politische Arm der nordirischen Untergrundorganisation Irisch-Republikanische Armee (IRA), die drei Jahrzehnte lang gewaltsam für den Anschluss Nordirlands an die mehrheitlich katholische Republik Irland kämpfte, bevor sie 2005 offiziell die Abkehr von der Gewalt verkündete.

          Die zehnfache Mutter McConville wurde aus ihrer Wohnung im Westen von Belfast entführt. Ihre Leiche wurde 2003 am Strand in County Louth gefunden. Adams bestreitet jede Mitveranwortung in dem Fall. Er bezeichnete die Ermordung McConvilles als „schwerwiegende Ungerechtigkeit“. „Ich bin in jeder Hinsicht unschuldig, was die Entführung, Ermordung oder Bestattung von Frau McConville angeht“, erklärte Adams.

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