https://www.faz.net/-gq5-8hjmo

Ukrainische Kampfpilotin : Sawtschenko bereit zu Präsidentschaftskandidatur

  • Aktualisiert am

Nadija Sawtschenko bei einer Pressekonferenz in Kiew. Bild: dpa

Die Kampfpilotin Nadija Sawtschenko wird in der Ukraine als Nationalheldin gefeiert. Zwei Tage nach ihrer Entlassung aus russischer Haft, sagt sie, sie wolle wieder in die Armee, sei jedoch auch zu größerem bereit.

          Die aus russischer Haft entlassene Ukrainerin Nadija Sawtschenko kann sich eine Kandidatur für das Präsidentenamt vorstellen. Am liebsten wolle sie aber in die Armee zurückkehren und wieder fliegen, sagte die Kampfpilotin am Freitag vor Journalisten in Kiew. Sawtschenko war am Mittwoch aus Russland in die Ukraine gebracht worden. Dafür kehrten zwei mutmaßliche russische Soldaten, die in der Ostukraine gekämpft hatten, nach Moskau zurück.

          Sie sei bereit, sich an jeder Stelle für ihr Land einzusetzen, sagte Sawtschenko. „Ukrainer, wenn ihr es für nötig haltet, dass ich Präsidentin werde, gut, dann werde ich Präsidentin“, erklärte sie. Die 35 Jahre alte Soldatin war 2014 im Kriegsgebiet Ostukraine gefangen genommen und nach Russland gebracht worden.

          Sawtschenko war in Moskau zu 22 Jahren Haft verurteilt worden. Die Kampfpilotin verriet dem Richterspruch zufolge im Sommer 2014 der ukrainischen Armee den Aufenthaltsort von zwei russischen Fernsehjournalisten in der Ostukraine – woraufhin diese durch Granatbeschuss getötet wurden. Sawtschenko selbst gibt an, sie habe nach einem Angriff auf Truppentransporter nachschauen wollen, ob jemand verletzt sei. Dann sei sie von pro-russischen Aufständischen „entführt“ worden. Laut Staatsanwaltschaft wurde Sawtschenko einige Tage später auf russischem Gebiet festgenommen.

          Während ihrer Inhaftierung in Russland wurde Sawtschenko in Abwesenheit ins Parlament von Kiew gewählt. Präsident Petro Poroschenko zeichnete sie im März 2015 mit dem höchsten Verdienstorden der Ukraine aus.

          Weitere Themen

          Vier Mordanklagen in den Niederlanden

          MH17-Abschuss : Vier Mordanklagen in den Niederlanden

          Die internationalen Ermittler wollen im Fall des Abschusses des Flugzeugs MH17 vier Verdächtige identifiziert haben. Russland und die ostukrainischen Separatisten weisen abermals jegliche Verantwortung zurück.

          Lambrecht warnt vor Rechtsextremismus Video-Seite öffnen

          Künftige Justizministerin : Lambrecht warnt vor Rechtsextremismus

          Der „unfassbare Mord“ an dem Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke zeige, dass die Verteidigung des Rechtsstaates aktueller denn je sei, sagte die SPD-Politikerin Christine Lambrecht, die von der Parteiführung als kommende Justizministerin vorgestellt wurde.

          Keine Zweifel mehr

          MH17-Abschuss : Keine Zweifel mehr

          Der Absturz des malaysischen Passagierflugzeugs im Juli 2014 über der Ostukraine wird ein gerichtliches Nachspiel haben. Vier Separatisten sollen sich wegen Mordes verantworten. Die Chancen darauf stehen aber schlecht.

          Der Kampf gegen die Braunkohle Video-Seite öffnen

          Aktivisten von „Ende Gelände“ : Der Kampf gegen die Braunkohle

          Im rheinischen Braunkohlerevier stehen die Zeichen dieser Tage auf Protest. Aktivisten der Initiative „Ende Gelände“ haben zu verschiedenen Protestaktionen aufgerufen. Nun hat sich auch die Schülerbewegung „Fridays for Future“ mit „Ende Gelände“ solidarisiert.

          Topmeldungen

          MH17-Abschuss : Keine Zweifel mehr

          Der Absturz des malaysischen Passagierflugzeugs im Juli 2014 über der Ostukraine wird ein gerichtliches Nachspiel haben. Vier Separatisten sollen sich wegen Mordes verantworten. Die Chancen darauf stehen aber schlecht.

          Streit mit Frankreich um Weber : AKK gibt nicht nach

          Kramp-Karrenbauer bleibt dabei: Weber soll neuer Kommissionspräsident werden. Das macht sie ausgerechnet in Paris deutlich. Zudem verlangt sie von den Grünen in der Außenpolitik einen klareren Kurs.

          Drohung wegen Zinspolitik : Degradiert Trump den Fed-Chef Powell?

          Amerikas Präsident Donald Trump ist unzufrieden mit der Zinspolitik der Notenbank Fed. Jetzt deutet er sogar an, er könne deren Chef Powell degradieren. Die Notenbank hält dagegen.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.