https://www.faz.net/-gq5-8ehhn

Londoner Bürgermeisterwahl : Morrissey steigt in die Politik ein

  • Aktualisiert am

Sänger Morrissey: Tiere sprechen kein Englisch, deshalb müsse man ihre Interessen stärker vertreten. Bild: Reuters

Der ehemalige Sänger von „The Smiths“ steigt in den Bürgermeister-Wahlkampf in Großbritannien ein. Der Vegetarier und von seinen Fans kultisch verehrte Popstar will in London für die Rechte der Tiere eintreten.

          1 Min.

          Boris Johnson hat sein Amt als Mayor of London geräumt, er gilt als Nachfolgekandidat für den britischen Premierminister David Cameron. Anfang Mai wählen die Londoner ein neues Stadtoberhaupt. Für die konservativen Tories tritt Zac Goldsmith an, für die sozialdemokratische Labour Party Sadiq Khan. Jetzt steigt in das Rennen ein anderer prominenter Bewerber ein: Steven Patrick Morrissey.

          Der ehemalige Sänger der Band „The Smiths", der seit 30 Jahren als Solokünstler unterwegs ist, folgt dem Ruf der britischen Tierschutzpartei. Im Fanblog „True to you" gibt er halboffiziell bekannt, er wolle „ernsthaft“ kandidieren und für die Rechte von Tieren eintreten.

          Im Blog wird Morrissey zitiert: „Es muss eine regierende Stimme gegen die höllische und altertümliche Ungerechtigkeit gegenüber Tieren im Vereinigten Königreich geben, aus dem einfachen Grund, weil diese Tiere kein Englisch sprechen.“

          Eine Vertreterin der „Animal Welfare Party", einer kleinen Partei, die für den Schutz von Umwelt, Tieren und Gesundheit eintritt, bestätigte der BBC, um Morrissey als Kandidaten geworben zu haben. Der Musiker braucht 330 Unterschriften, um antreten zu dürfen.

          Schon in der Vergangenheit hat der Vegetarier Morrissey sich für Kampagnen einspannen lassen, etwa für die Organisation „Peta“. 1985 sang Morrissey bereits, Fleisch zu essen, sei, als würde man einen Mord begehen.

          Weitere Themen

          Die Welt steht in Flammen Video-Seite öffnen

          Greta Thunberg : Die Welt steht in Flammen

          Die junge Klimaschützerin aus Schweden sagt beim Weltwirtschaftsforum in Davos, es gehe nicht um Parteipolitik. Weder die Rechte noch die Linke noch die Mitte hätten Lösungen für die Klimakrise.

          Topmeldungen

          Impeachment-Verfahren im Senat : Scheitern mit Ansage

          Gut zwölf Stunden dauerte der erste Tag des Prozesses gegen Donald Trump im Senat. Dabei ging es nur um die Verfahrensregeln. Die Demokraten stellten lauter Änderungsanträge. Die Republikaner schmetterten alles ab.
          Löst das Welthunger-Problem auch nicht: Ein als Ronald McDonald verkleideter Demonstrant fordert an Eröffnungstag des Weltwirtschaftsforums in Davos, „Eat the Rich“.

          Alles Öko? : Tage der Moralisten

          „Öko“ regiert Davos und die Grüne Woche: Alle ächzen unter der moralischen Last der Bewegung, nicht einmal die Biobauern atmen auf. Denn wer die Welt ernähren will, hat es schwer, die höchsten ethischen Standards zu erfüllen.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.