https://www.faz.net/-gq5-7vie5

Militärische Zusammenarbeit : Schweden beendet angeblich Kooperation mit Russland

  • Aktualisiert am

Das schwedische Militär hat in der vergangenen Woche einen Eindringling gesucht Bild: dpa

Die schwedische Regierung will der staatlichen russischen Nachrichtenagentur „Ria Novosti“ zufolge die militärische Zusammenarbeit mit Russland einstellen und mehr Wert auf seine Selbstverteidigung legen. Das gehe aus einem Haushaltsentwurf hervor.

          1 Min.

          Die schwedische Regierung will der staatlichen russischen Nachrichtenagentur „Ria Novosti“ zufolge die militärische Zusammenarbeit mit Russland einstellen. Das gehe aus einem Haushaltsentwurf hervor, berichtet der deutschsprachige Dienst der „Ria Novosti meldete. In der Meldung heißt es, die schwedische Regierung habe entschieden, die Zusammenarbeit der Streitkräfte der Länder nicht zu verlängern. Effektiv sei die militärische Kooperation damit beendet.

          Schweden wolle in Zukunft seine Verteidigungsfähigkeit festigen, heißt es demnach in dem Haushaltsentwurf - vor allem weil  Russland im baltischen Raum immer herausfordernder auftrete. Ein Überfall auf Schweden werde jedoch nicht befürchtet.

          „Wahrscheinlich ein kleineres Fahrzeug“

          In der vergangenen Woche wurde in den Schären vor der schwedischen Hauptstadt Stockholm nach einem Unterwasserfahrzeug gesucht, von dem angenommen wurde, es könne sich um ein russisches U-Boot handeln.

          Die Suche wurde jedoch mittlerweile abgbrochen. „Wir glauben, dass das Fahrzeug die schwedischen Hoheitsgewässer wieder verlassen hat“, sagte der stellvertretende Einsatzleiter Anders Grenstad bei einer Pressekonferenz am Freitag. Seit Sonntag habe man keine Hinweise mehr bekommen.

          Die Einsatzleitung schließt inzwischen aus, dass es sich um ein konventionelles U-Boot gehandelt hat. „Wahrscheinlich war es ein kleineres Fahrzeug“, sagte Grenstad. Welchen Typs, welcher Nation und mit welchem Ziel es in Schweden war, könne man leider nicht sagen.

          Ein Großteil der an der Suche beteiligten Schiffe sei am Morgen in den Hafen zurückgekehrt, so Grenstad weiter. Einige Einheiten seien an Land mit Sonderaufgaben befasst.

          Seit dem 17. Oktober hatten bis zu 200 Mann nach einem mysteriösen Unterwasserobjekt gesucht. Nach zahlreichen Hinweisen aus der Bevölkerung waren die Schweden überzeugt, dass sich eine ausländische Macht unerlaubt in ihren Gewässern aufhalte. Ein Zeitungsbericht, wonach ein Notruf auf russisch aufgefangen worden sei, hatte sich nicht bestätigt.

          In der letzten Woche seien 250 Tipps aus der Bevölkerung eingegangen, sagte Grenstad. Die Analyse aller Hinweise und Beobachtungen werde nun fortgesetzt. Der Einsatz soll ungefähr 20 Millionen schwedischen Kronen (2,17 Mio Euro) gekostet haben.

          Weitere Themen

          Nato sichert Türkei Solidarität zu Video-Seite öffnen

          Syrien-Konflikt : Nato sichert Türkei Solidarität zu

          Vor dem Hintergrund der sich zuspitzenden militärischen Konfrontation zwischen der Türkei und den syrischen Regierungstruppen in Idlib hat die Nato ihre Solidarität mit Ankara bekräftigt. Das sagte Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg in Brüssel.

          Trump bestätigt Einigung mit Taliban

          Abzug vom Hindukusch : Trump bestätigt Einigung mit Taliban

          Der Krieg in Afghanistan ist der längste in der Geschichte der Vereinigten Staaten. Nun steht ein Abkommen mit den Taliban bevor. Präsident Trump kündigt an, seinen Außenminister Pompeo zur Unterzeichnungszeremonie nach Doha zu schicken.

          Topmeldungen

          In der südkoreanischen Stadt Daegu versprühen Soldaten in Schutzanzügen Desinfektionsmittel.

          Liveblog zu Coronavirus : Südkorea bleibt am Wochenende zuhause

          Jens Spahn kündigt für Montag eine Sondersitzung des Gesundheitsausschusses an +++ Dritter Virus-Fall In Hessen gemeldet +++ Automobilsalon in Genf und ITB Berlin abgesagt +++ Südkoreaner soll am Wochenende zu Hause bleiben+++ Alle Entwicklungen im Liveblog.

          Reformstau in Deutschland : Deutschland, wie geht es dir?

          Ein Jahrzehnt Daueraufschwung neigt sich dem Ende entgegen, wirtschaftlich macht sich ein Gefühl des Stillstands breit. Politisch aber bahnen sich Umbrüche an. Zeit zu handeln also – diese Vorschläge hat die F.A.Z.-Redaktion.
          Deutschland am Boden: Infanteristen der amerikanischen Armee suchen im Frühjahr 1945 in den Ruinen von Zweibrücken nach Scharfschützen der Wehrmacht.

          Die letzten Kriegswochen : Immer noch sowjetische Gefangene

          Trotz aussichtsloser Lage der Wehrmacht ergeben sich ihr immer noch gegnerische Soldaten an der Ostfront. Ihre Motive hängen damit zusammen, was ihre Befehlshaber mit ihnen vorhaben. Die F.A.Z.-Chronik vom 29. Februar 1945.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.