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Zweite Runde : Le Pens könnten Sieg in Regionalwahlen verpassen

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Dann doch lieber eine Baskenmütze: Marine Le Pen (rechts) und Marion Maréchal-Le Pen auf einem Franzosenhut, wie man ihn offenbar im Front National versteht. Bild: Reuters

Umfragen in Frankreich deuten darauf hin, dass Marine und Marion Le Pen ihre Wahlkreise am kommenden Sonntag möglicherweise nicht gewinnen. Dafür könnte ein Schachzug der Sozialisten sorgen.

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          Die Vorsitzende des rechtsextremen Front National (FN), Marine Le Pen, könnte in der zweiten Runde der Regionalwahlen am kommenden Sonntag einen Sieg in ihrem Wahlkreis in Nordfrankreich verpassen. Nach einer am Donnerstag in der konservativen Tageszeitung „Le Figaro“ veröffentlichten Umfrage liegt sie im Duell mit 47 Prozent der Stimmen hinter dem konservativen Kandidaten Xavier Bertrand, der auf 53 Prozent kommt.

          Auch Le Pens Nichte Marion Maréchal-Le Pen könnte trotz eines klaren Siegs im ersten Wahlgang ihrem konservativen Gegner in der zweiten Runde unterliegen: Die in „Le Figaro“ veröffentlichte Umfrage des Meinungsforschungsinstituts TNS-Sofres sagt ihr in der südfranzösischen Region Provence-Alpes-Côte d’Azur nur 46 Prozent voraus. Der konservative Bürgermeister von Nizza, Christian Estrosi, würde mit 54 Prozent der Stimmen gewinnen. Eine in der Tageszeitung „Le Parisien“ veröffentlichte zweite Umfrage sagt Maréchal-Le Pen 48 und Estrosi 52 Prozent voraus.

          Wirken die Wahlempfehlungen?

          Marine Le Pen war in der ersten Wahlrunde am vergangenen Sonntag in der nordfranzösischen Region Nord-Pas-de-Calais-Picardie mit knapp 41 Prozent mit großem Abstand auf dem ersten Platz gelandet. Ein ähnliches Ergebnis erzielte ihre Nichte, die am Donnerstag 26 Jahre alt wurde, in der Region Provence-Alpes-Côte d’Azur.

          Die Sozialisten, die jeweils nur auf den dritten Platz kamen, haben dort aber inzwischen ihre Wahllisten zurückgezogen und ihre Wähler aufgerufen, für die konservativen Kandidaten zu stimmen. So sollen Siege der FN verhindert werden.

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