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Machtwechsel : Maltas neuer Regierungschef Muscat vereidigt

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Nach dem Amtseid: Maltas neuer Regierungschef Joseph Muscat winkt seinen Unterstützern vom Balkon in Valletta. Bild: AFP

Maltas neugewählter Regierungschef Joseph Muscat hat am Montag seinen Amtseid abgelegt. Erstmals seit 15 Jahren konnte die oppositionelle Labour-Partei in dem Inselstaat die Wahlen für sich entscheiden.

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          Maltas neugewählter Regierungschef Joseph Muscat hat am Montag seinen Amtseid abgelegt. Bei der Zeremonie in der Hauptstadt Valletta reichte der 39 Jahre alte Labour-Chef der Opposition die Hand. „Wir möchten mit der Opposition zusammenarbeiten und mit all denen, die zwar nicht mit uns einverstanden sind, aber bereit, mit uns zusammenzuarbeiten“, sagte Muscat. Er sprach von einem „historischen Mandat“, das seiner Partei bei den Wahlen übertragen worden sei.

          Die Labour-Partei kehrt nach 15 Jahren an die Macht in dem kleinsten EU-Land zurück. Die bisherige Oppositionspartei hatte bei den Wahlen am Samstag knapp 55 Prozent der Stimmen bekommen, die bislang regierende Nationalistische Partei kam auf gut 43 Prozent. Knapp zwei Prozent entfielen auf die Grünen.

          In Malta leben 411.000 Menschen. Die wirtschaftliche Lage in dem Inselstaat im Mittelmeer ist gut. Das Land hat eine niedrige Arbeitslosenquote, ein respektables Wirtschaftswachstum und solide öffentliche Finanzen.

          Wahlsieger Muscat ist ein ehemaliges Mitglied des Europäischen Parlaments. Nachdem er sich zunächst gegen einen EU-Betritt Maltas richtete, änderte er seine Meinung später. Malta, das 1964 die Unabhängigkeit von Großbritannien erlangte, ist seit 2004 EU-Mitglied und trat vier Jahre später der Eurozone bei.

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