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Die Linke : „Griechische Reparationsansprüche berechtigt“

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Der Vorsitzende der Linkspartei Bernd Riexinger Bild: dpa

Die von Athen beanspruchte Rückzahlung eines Zwangskredits an das nationalsozialistische Deutschland ist aus Sicht des Vorsitzenden der Linkspartei Bernd Riexinger durchaus vorstellbar. „Da haben die Griechen recht“, sagte er in der ARD.

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          Der Vorsitzende der Linkspartei Bernd Riexinger sieht eine von Athen abermals erhobene gebrachte Rückzahlung eines griechischen Zwangskredits an Nazi-Deutschland aus dem Jahr 1942 als berechtigt an. Die von der Besatzungsmacht eingeforderte Zwangsanleihe müsse „auf alle Fälle“ zurückgezahlt werden, sagte Riexinger am Donnerstag im „Morgenmagazin“ der ARD. „Das verjährt auch nicht. Das ist ein Kredit, der zurückgezahlt werden muss. Da haben die Griechen recht“, sagte er.

          „Gerade vor dem Hintergrund der aktuellen Auseinandersetzung in Griechenland wäre man gut beraten, die ganze Sache nicht so harsch zurückzuweisen“, sagte Riexinger weiter. Er riet der Bundesregierung, „sich auf den Weg des Dialogs, der Verständigung und des Rechts zu begeben“.

          Der griechische Justizminister Nikos Paraskevopoulos hatte offen mit der Pfändung deutscher Immobilien in Griechenland gedroht, sollte es nicht zu einer Einigung mit Berlin über die Milliardenforderungen kommen. Die Bundesregierung sieht die Entschädigungsfrage dagegen seit dem Zwei-plus-vier-Vertrag 1990 als erledigt an.

          Griechenland : Streit um Reparationen

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