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Krise in der Ukraine : Russland kritisiert geplantes Nato-Manöver bei Lemberg

  • Aktualisiert am

Rapid Trident 2011: Ukrainische Soldaten während der Übung Bild: U.S. Army Europe/Staff Sgt. Brendan Stephens

Seit Jahren hält die Nato in der Ukraine jährlich ein Manöver ab. Die diesjährige Übung soll in Kürze beginnen. Auch Bundeswehrsoldaten nehmen teil. Ein ranghoher russischer General bezeichnet „Rapid Trident 2014“ als „Provokation.“

          Ungeachtet der angespannten Lage in der Ukraine wollen zahlreiche Nato-Staaten auch in diesem Jahr die Manöverserie „Rapid Trident“ im Westen des Landes fortsetzen. Das teilte das polnische Verteidigungsministerium am Mittwoch mit. Die diesjährige Militärübung soll vom 13. bis 26. September auf einem Truppenübungsplatz in der Nähe von Lemberg abgehalten werden. Teilnehmen werden an Rapid Trident 14 demnach Polen, Rumänien, Moldau, Bulgarien, Spanien, Estland und Großbritannien, Amerika und auch Deutschland. Ursprünglich war das Manöver laut Angaben des sicherheitspolitischen Blogs „augengeradeaus.net“ für Juli geplant gewesen.

          Das Kommando der amerikanischen Armee in Europa bezeichnet Rapid Trident als Manöverserie, die dazu diene, die Interoperabilität der Streitkräfte der Ukraine mit den Vereinigten Staaten, der Nato und weiteren Unterzeichnern des Nato-Programms Partnerschaft für den Frieden (PfP) zu verbessern.

          Das Verteidigungsministerium in Berlin teilte mit, Deutschland werde sich voraussic htlich mit vier Soldaten an „Rapid Trident 2014“ beteiligen. Sie würden als Übungsauswerter eingesetzt oder als logistisches Fachpersonal, teilte ein Sprecher des Ministeriums mit. Auch hätten bereits im Vorjahr Deutsche Soldaten an der Übung teilgenommen. Insgesamt sollen rund 1200 Soldaten an dem Manöver teilnehmen.

          Russland reagierte auf das Manöver mit Kritik. „Rapid Trident“ sei inmitten des Ostukraine-Konflikts eine „Provokation“, sagte Generaloberst Leonid Iwaschow am Mittwoch der Agentur Ria Nowosti zufolge in Moskau. Es bestehe die Gefahr, dass ein begrenztes Nato-Truppenkontingent nach dem Manöver einfach in der Ukraine verbleiben könne. Zudem sei es nicht human, die Nato in einer Zeit, in der sich die Ukraine faktisch im Bürgerkrieg befinde, ihre militärische Unterstützung für das „Kiewer Regime“ zu demonstrieren.

          Unterdessen hat Frankreich angekündigt, einen für Russland gebauten Hubschrauberträger der Mistral-Klasse nun doch nicht ausliefern. Die Bedingungen seien aktuell nicht gegeben, teilte der Élysée-Palast am Mittwoch in Paris mit.

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