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Kriegsverbrechertribunal für Ex-Jugoslawien : Ankläger fordern lebenslange Haft für Karadzic

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Radovan Karadzic vor dem Tribunal in Den Haag - auf Filmaufnahmen aus dem Jahr 2010 Bild: AFP

Die Ankläger beim Kriegsverbrechertribunal für das ehemalige Jugoslawien haben eine lebenslange Haftstrafe für Radovan Karadzic beantragt. Dem früheren Serbenführer wird unter anderem vorgeworfen, für das Massaker von Srebrenica mitverantwortlich zu sein.

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          Beim Kriegsverbrechertribunal für das ehemalige Jugoslawien (ICTY) haben die Kläger gegen den früheren bosnischen Serbenführer Radovan Karadzic eine lebenslange Haftstrafe beantragt. Das gab die ICTY-Klagevertretung am Freitag in Den Haag bekannt. Eine lebenslange Haftstrafe sei „das einzig angemessene Strafmaß“, hieß es in einem Dokument der Anklage. In wenigen Tagen sollen die Schlussplädoyers gesprochen werden.

          Karadzic muss sich wegen Völkermords, Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit während des Bosnienkriegs vor dem Haager Tribunal verantworten. Er war im Juli 2008 in der serbischen Hauptstadt Belgrad gefasst worden, nachdem er sich 13 Jahre lang versteckt gehalten hatte. Der frühere bosnische Serbenführer fordert seinen Freispruch in allen Anklagepunkten. Ein Urteil wird nicht vor Ende kommenden Jahres erwartet.

          Insgesamt starben im Bosnienkrieg zwischen 1992 und 1995 etwa 100.000 Menschen. Rund 2,2 Millionen weitere Menschen wurden vertrieben. Allein bei dem als Völkermord eingestuften Massaker von Srebrenica vom Juli 1995 wurden etwa 8000 muslimische Jungen und Männer verschleppt und getötet. Karadzic gilt als mitverantwortlich für das Massaker von Srebrenica.

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