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Korruption in der Türkei : Untersuchungshaft für Minister-Söhne

  • Aktualisiert am

Wirtschaftsminister Muammer Güler Bild: AP

In der Türkei sind im Zuge von Korruptionsermittlungen Strafverfahren eingeleitet worden. Richter ordneten Untersuchungshaft gegen 16 Verdächtige an. Unter ihnen sind auch Söhne des Innen- und des Wirtschaftsministers.

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          Im Korruptionsskandal in der Türkei sind Medienberichten zufolge offiziell Strafverfahren gegen die Söhne von Innenminister Muammer Güler und Wirtschaftsministers Zafer Caglayan eingeleitet worden. Ermittlungsrichter in Istanbul ordneten am frühen Samstagmorgen Untersuchungshaft für die Beschuldigten an, wie die Fernsehsender NTV und CNN-Türk berichteten. Damit zieht die Affäre im direkten politischen Umfeld von Regierungschef Recep Tayyip Erdogan weiter Kreise.

          Die Ministersöhne waren am Dienstag zusammen mit dem Sohn von Umweltminister Erdogan Bayraktar festgenommen worden. Dieser wurde jedoch nach mehrstündigen Befragungen durch Staatsanwälte und Richter wieder freigelassen, wie die Sender berichteten.

          Bestechung, Betrug, Geldwäsche

          Auch gegen den Chef der staatlichen Bank Halkbank, Süleyman Aslan, und einen Bauunternehmer wurden den Berichten zufolge Strafverfahren eingeleitet. Den Verdächtigen werden unter anderem Bestechung, Betrug und Geldwäsche vorgeworfen.

          Erdogans Gegner in der Affäre ist nach Meinung vieler Beobachter die mächtige Bewegung des in den Vereinigten Staaten lebenden islamistischen Predigers Fetullah Gülen.

          Hintergrund sind Spannungen zwischen Erdogans islamisch-konservativer Regierung und der Gülen-Bewegung. In der Justiz und im Polizeiapparat gilt die Gülen-Bewegung als besonders einflussreich. Erdogan sprach von einer Schmutzkampagne gegen seine Regierung.

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