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Gestohlene Dokumente gehackt : Der talentierte Mr. Snowden

Misstrauen gegenüber Staat und Geheimdiensten: Whistleblower Edward Snowden im Dezember 2014 in Berlin in einer Videoschaltung Bild: dpa

Willentlich oder nicht: Edward Snowden betreibt mit seinen Enthüllungen das Geschäft der Feinde der westlichen Gesellschaften. Unterstützt wird er dabei im Westen selbst.

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          Das Geschäftsmodell des Edward Snowden beruht auf Misstrauen. Und zwar nicht auf jenem gesunden Misstrauen, ohne das man menschlich und politisch schnell auf die Nase fallen kann. Snowdens Erfolg basiert auf einem häufig krankhaften Misstrauen, das in westlichen Gesellschaften dem Staat entgegengebracht wird. Sind dann auch noch die Vereinigten Staaten mit von der Partie, gibt es endgültig kein Halten mehr.

          Dass der talentierte Mr. Snowden und seine Entourage publizistisch so erfolgreich sein konnten, liegt darin begründet. Die Stilisierung zum einsamen Kämpfer gegen einen Geheimdienstleviathan, dem alles Böse zuzutrauen ist, konnte aber nie vergessen machen, dass seine Enthüllungen auch das Geschäft der Feinde westlicher Gesellschaften besorgten.

          Ob es nun zutrifft, dass Russen und Chinesen Snowdensches Material knacken konnten und dadurch etwa britische Agenten gefährdet wurden, lässt sich (noch) nicht mit Sicherheit sagen. Dass Snowden, der sich nach wie vor im russischen Exil aufhält, die wichtige Arbeit der Geheimdienste geschwächt hat, trifft aber in jedem Fall zu.

          Richard Wagner

          Verantwortlich für politische Nachrichten.

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