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Kommentar : Ukrainisches Dilemma

  • -Aktualisiert am

In der Ukraine grassiert die Korruption. Niemand kann garantieren, dass Milliardenprogramme, die das Land nötig hätte, nicht in dunkle Kanäle fließen. Eine schlüssige Strategie des Westens aber liegt in weiter Ferne.

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          Der amerikanische Vizepräsident Biden hat in Kiew Moskau weitere Sanktionen angedroht, falls es mit „provokativem Verhalten“ die Lage in der Ukraine weiterhin destabilisiere. Was er der Übergangsregierung mitbrachte, war dagegen nicht viel: weitere fünfzig Millionen Dollar, mit denen der demokratische Wandel unterstützt werden soll, und Gerätschaften zur technologischen Aufrüstung der ukrainischen Streitkräfte. Das ist sicherlich weniger, als man in Kiew erwartet hatte. Einen der Gründe dafür hat Biden genannt: die grassierende Korruption.

          Das benennt ein grundsätzliches Dilemma westlicher Hilfen: Niemand kann garantieren, dass Milliardenprogramme, die das Land eigentlich nötig hätte, nicht in dunkle Kanäle fließen. Was Wirtschaft und Politik angeht (von den Konflikten zwischen den Landesteilen zu schweigen), müsste die Ukraine eigentlich ganz neu aufgebaut werden. Wie aber sollen in einer Lage innerer und äußerer Bedrohungen eine Verfassung ausgearbeitet und freie Wahlen abgehalten werden? Eine schlüssige Strategie des Westens für das Land liegt noch in weiter Ferne.

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