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Kämpfe in der Ostukraine : Merkel fordert Putin auf, Einfluss auf Separatisten geltend zu machen

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Eine Straßensperre der Separatisten bei Donezk (Foto vom Dienstag) Bild: REUTERS

Kanzlerin Angela Merkel fordert den russischen Präsidenten in einem abermaligen Telefonat auf, die Separatisten im Osten der Ukraine zu einem Waffenstillstand zu drängen. Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen will heute nach Kiew reisen.

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          In der Ukraine-Krise hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) abermals an Russlands Präsidenten Wladimir Putin appelliert, stärker auf die Separatisten im Osten des Landes einzuwirken. Die Moskauer Regierung müsse diese zu einem Waffenstillstand mit Kiew drängen, forderte Merkel nach Angaben einer Vize-Regierungssprecherin vom Mittwochabend in einem Telefonat mit dem Kremlchef. Die Kanzlerin zeigte sich demnach besorgt darüber, dass von Russland aus Nachschub für die Separatisten geliefert wird.

          Am heutigen Donnerstag wird Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen in Kiew erwartet. Seine Sprecherin hatte am Mittwoch gewarnt, an der Grenze zusammengezogene russische Truppen könnten unter dem Vorwand einer Friedensmission in die Ukraine einmarschieren. Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko hatte Rasmussen eingeladen. Der scheidende Nato-Chef hatte am Sonntag in einem Interview erklärt, das Militärbündnis entwickele angesichts einer „russischen Aggression“ neue Verteidigungspläne. Nach Angaben von Rasmussens Sprecherin Oana Lungescu erhöhte Moskau binnen weniger Wochen die Zahl der im Grenzgebiet stationierten Soldaten von 12.000 auf 20.000. „Die Bedrohung einer direkten Intervention ist mit Sicherheit größer als noch vor wenigen Tagen“, warnte Polens Ministerpräsident Donald Tusk am Mittwoch.

          Ukrainische Soldaten kontrollieren Autos an einer Straßensperre im Osten des Landes
          Ukrainische Soldaten kontrollieren Autos an einer Straßensperre im Osten des Landes : Bild: dpa

          Poroschenko sprach am späten Mittwochabend mit dem amerikanischen Vize-Präsident Joe Biden über die Krise. Darin hätten sich beide Politiker alarmiert über Stellungnahmen aus Moskau gezeigt, wonach russische „Friedenstruppen“ womöglich eine Rolle in der Ukraine spielen sollten, wie das Weiße Haus mitteilte.

          Im Kampf um die Separatistenhochburg Donezk griff die ukrainische Luftwaffe derweil erstmals Ziele nahe des Zentrums der Großstadt an. Wegen der Gefechte zog die OSZE Beobachter aus der Stadt ab. Auch an anderen Orten der Region tobten weiter Kämpfe - wie etwa an der Absturzstelle des Fluges MH17.

          Wegen der Auseinandersetzungen wurde der Einsatz zur Bergung sterblicher Überreste und persönlicher Gegenstände in dem Trümmerfeld zunächst eingestellt. Der niederländische Ministerpräsident Mark Rutte teilte mit, der Einsatz sei für die rund 100 Kräfte aus den Niederlanden, Australien und Malaysia zu gefährlich geworden. Die Australier gedachten derweil bei einem nationalen Trauertag ihrer 38 bei der Katastrophe gestorbenen Landsleute. Zur Erinnerung an sie wehten Nationalflaggen auf halbmast. In Melbourne gab es einen Gedenkgottesdienst.

          Russland wies Vorwürfe des Westens zurück, die Krise durch einen Truppenaufmarsch an der ukrainischen Grenze weiter anzuheizen. Die Behauptungen seien eine „Irreführung der Weltöffentlichkeit“, erklärte das Verteidigungsministerium der Agentur Interfax zufolge. Die Nato fürchtet, dass Moskau Truppen in die Ostukraine senden könnte.

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