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Jugendarbeitlosigkeit : Ohne Patentrezept

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Das Problem Jugendarbeitslosigkeit ist nicht erst seit heute bekannt. In vielen Staaten war es schon vor der Krise präsent. Politische Hindernisse gibt es zuhauf.

          Die schlimmste Erscheinung in der europäischen Krise ist die Jugendarbeitslosigkeit, die in einigen Südländern unerträgliche Höhen erreicht hat. Zu den Illusionen der Europapolitik gehört der Glaube, dass man mit mehr Geld die Probleme lösen könne. Das Problem Jugendarbeitslosigkeit ist aber nicht erst seit heute oder gestern bekannt, in vielen Staaten war es schon vor der Krise präsent.

          Weil es letztlich auf den ganzen jugendlichen Lebenszyklus zurückgeht – vom Elternhaus über Kinderbetreuung und Schule bis zu Berufsausbildung und Hochschule –, gibt es keine einfache, vor allem keine schnelle Remedur. Alle Änderungen müssen verbunden und langfristig angelegt sein, politische Hindernisse gibt es zuhauf; darum existiert auch kein Patentrezept.

          Ein Beispiel: In Frankreich liegt die gesamte Ausbildung in den Händen der staatlichen „Education nationale“. Sie müsste von Grund auf reformiert werden. Lehrer und Hochschullehrer sind aber eine mächtige, gewerkschaftlich organisierte streikbereite Lobby. Wird Hollande es wagen, diese wichtige Wählergruppe der Sozialisten zu verärgern?

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