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Hilfe oder Invasion? : Putins Spiel

Der Kreml schickt einen Konvoi in die Ukraine, die Kanzlerin sich selbst. Doch wer hat den längeren Atem?

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          Einen Kampfhubschrauber vom Typ Mi-24 schießt man nicht mit einer Steinschleuder ab. Die Aufständischen im Osten der Ukraine aber holten diese Woche einen vom Himmel, so wie sie schon viele ukrainische Militärmaschinen und mutmaßlich auch das malaysische Passagierflugzeug zum Absturz gebracht haben.

          Die Raketen dafür wachsen nicht auf den fruchtbaren Äckern der Ukraine. Aber der weißlackierte „Hilfskonvoi“ aus Russland bringt natürlich nur Buchweizengrütze in ein Land, dessen Regierung nicht für seine Bevölkerung sorgen kann (weil die von Moskau unterstützten Separatisten das zu verhindern wissen).

          Über Kiews Proteste gegen diese „Invasion“ lacht der Kreml. Sie verhallen aber auch im Westen wirkungslos, weil der nicht weiß, wie er Putins Katz-und-Maus-Spiel unterbinden soll. Moskau lässt im Osten der Ukraine einen Abnutzungskrieg führen, der den ukrainischen Staat zermürben soll.

          Kanzlerin Merkel fährt an diesem Samstag nach Kiew, um Präsident Poroschenko den Rücken zu stärken. Warme Worte allein werden dafür aber nicht reichen. Putin hat einen langen Atem.

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