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Streit über Reparationen : Gysi: Griechische Milliardenforderungen berechtigt

  • Aktualisiert am

Gregor Gysi, der Fraktionsvorsitzende der Linkspartei, hält die Forderungen Griechenlands für berechtigt. Bild: dpa

Griechenlands Regierung will von Deutschland Reparationen, die Bundesregierung lehnt die Forderungen ab. Nun meldet sich Gregor Gysi zu Wort und erklärt, warum Deutschland aus seiner Sicht zahlen muss.

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          Griechenland hat nach Darstellung des Linksfraktionschefs Gregor Gysi Anspruch auf bis zu elf Milliarden Euro aus der Zeit der NS-Besatzung. Damals habe Deutschland der griechischen Nationalbank eine Zwangsanleihe von 476 Millionen Reichsmark abgepresst, sagte Gysi laut einem Vorabbericht der „Leipziger Volkszeitung“ (Montagausgabe). Dieses Darlehen sei nie zurückgezahlt worden.

          Unter Berücksichtigung der Zinsen habe Griechenland eine „berechtigte Forderung in Höhe von acht bis elf Milliarden Euro“. Unter Verweis auf die heutigen Hellas-Hilfspakete erklärte er: „Wie will man jetzt von Griechenland die Rückzahlung von Darlehen verlangen, wenn man eigene niemals zurückgezahlt hat?“

          Der griechische Ministerpräsident Alexis Tsipras hat die Bundesrepublik aufgefordert, eine Milliardenzahlung an Reparationen und Entschädigungen zu leisten. Er warf Deutschland vor, sich mit rechtlichen Tricks seit Jahrzehnten vor Reparationen wegen der deutschen Besatzung im Zweiten Weltkrieg zu drücken. Die Bundesregierung hat die Vorwürfe zurückgewiesen.

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