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Gute Miene zum bösen Spiel Moskaus : Putins Märchen

Russland hat mit dem Krieg in der Ukraine nichts zu tun – es schickt den Separatisten nur Panzer, Raketen und Fallschirmjäger.

          Wenn sich die russischen Fallschirmjäger, die zwanzig Kilometer tief auf ukrainischem Gebiet gefangen genommen wurden, wirklich „verlaufen“ hätten, wie der Kreml behauptet, sollten sie sofort um Asyl in Kiew bitten. Denn dann wären sie die unfähigsten Elitesoldaten, die Russland je hatte, und dürften damit rechnen, die nächsten Jahre mit Orientierungsmärschen in Sibirien zu verbringen.

          Doch wer will schon das neueste von Putins Märchen für bare Münze nehmen? Das gilt auch für seine Behauptung, Moskau habe keinen Einfluss auf die Separatisten. Es schickt ihnen ja auch nur Panzer, Raketen und für den Kampf hinter feindlichen Linien ausgebildete Luftlandetruppen.

          Der Westen weiß das alles. Und muss, weil „alternativlos“, doch halbwegs gute Miene zum bösen Spiel machen, also weiter mit einem Präsidenten reden, der nach eigener Darstellung mit dem Ganzen nichts zu tun hat. Tatsächlich ist er aber derjenige, der den Krieg sofort beenden könnte.

          Dass er es nicht tut, liegt nicht an seiner Sorge um die Einhaltung der Menschen- und Minderheitenrechte in der Ukraine.

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