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Gestoppte Lieferung : Putin besteht nicht mehr auf französischen Kriegsschiffen

  • Aktualisiert am

Russische Soldaten vor dem Flugzeugträger „Wladiwostok“ im Hafen von Saint-Nazaire in Frankreich Bild: Reuters

Russlands Präsident Putin will offenbar nicht mehr um zwei von ihm bestellte Kriegsschiffe aus Frankreich streiten. Er wäre nach eigenen Worten zufrieden, wenn Paris seine Anzahlung zurück überweist.

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          Im Streit über die gestoppte Lieferung von zwei französischen Mistral-Kriegsschiffen will Russlands Präsident Wladmir Putin offenbar eine Eskalation vermeiden. Zwar gehe er nach wie vor davon aus, dass Paris den Vertrag erfülle, sagte Putin am Samstag nach einem Treffen mit Frankreichs Staatspräsident François Hollande in Moskau. Aber sollte Frankreich nicht liefern und statt dessen die Anzahlungen zurückerstatten, „dann haben wir keine besonderen Forderungen“.

          Moskau hatte zuvor durchblicken lassen, bei Nichtlieferung werde auf Strafzahlungen und Entschädigungen bestanden. Die Sorge wollte Putin Hollande offenbar nehmen. „Wir werden Verständnis dafür aufbringen, wie auch immer sich die Situation entwickeln wird.“ Auf die Erstattung der bereits geleisteten Anzahlung werden Moskau allerdings nicht verzichten. „Wir hoffen, dass uns das Geld erstattet wird, was wir schon gezahlt haben.“

          Hollande hatte am 25. November erklärt, dass wegen der Ukraine-Krise und der russischen Unterstützung für die Rebellen „bis auf Weiteres“ kein Hubschrauberträger an Moskau geliefert werde. Verteidigungsminister Jean-Yves le Drian hatte am Freitag bekräftigt, dass „momentan nicht geliefert wird“, und es könne auch gar nicht geliefert werden, dessen müsse sich die russische Seite klar sein.

          Paris hatte im September die für ursprünglich Anfang November vorgesehene Lieferung des Kriegsschiffes „Wladiwostok“ auf Eis gelegt. Gegen das Rüstungsgeschäft aus dem Jahr 2011 mit einem Volumen von 1,2 Milliarden Euro hatte eine Reihe von Nato-Partnern Frankreichs, darunter die USA und die baltischen Staaten, heftig protestiert. Manche befürchten, dass Russland die Schiffe für Landeoperationen einsetzen könnte.

          Die Schiffe der Mistral-Klasse sind die größten französischen Kriegsschiffe nach dem Flugzeugträger „Charles de Gaulle“. Sie können unter anderem mehrere Landungsboote, 16 Hubschrauber, 13 Panzer und 450 Soldaten unterbringen.

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