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Gasdeal für den Winter : Russland hält die Ukraine knapp

  • Aktualisiert am

Gasleitungen in Oparivske (Region Lviv) Bild: Reuters

Moskau und Kiew haben sich auf Lieferungen russischen Gases verständigt. Sie sind auf Kante genäht. Die Ukraine muss nun hoffen, dass der Winter nicht zu hart wird.

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          Die vorläufige Einigung der Ukraine mit Russland zu Gaslieferungen dürfte das Land knapp über den Winter bringen. Nach der vorläufigen Einigung zwischen Russland und der Ukraine vom Wochenende sind zwar nicht alle Details veröffentlicht, aber aus den bekannten Fakten lässt sich auf die Versorgungslage der Ukraine schließen. Bis Ende März dürfte Russland noch fünf Milliarden Kubikmeter Gas liefern. Der jährliche Verbrauch der Ukraine liegt bei rund 50 Milliarden Kubikmeter, was allerdings je nach Wetter und Wirtschaftsleistung etwas schwankt. Russland hat bis Juni zwischen fünf und zehn Milliarden Kubikmeter geliefert, bevor es die Lieferungen einstellte. Die ukrainischen Gasspeicher sind zurzeit mit 16,8 Milliarden Kubikmeter noch zur Hälfte gefüllt. Die eigene Gasproduktion der Ukraine dürfte nach dem Verlust der Halbinsel Krim unter den üblichen 20 Milliarden Kubikmetern Gas pro Jahr liegen. Fünf bis sechs Milliarden Kubikmeter könnten die EU-Partner liefern. Falls der Winter nicht außergewöhnlich hart wird, dürfte der Bedarf knapp gedeckt werden können.

          Vereinbart ist, dass die Ukraine bis Ende März für Lieferungen 385 Dollar pro 1000 Kubikmeter zahlt. Danach würde der Preis auf 325 Dollar fallen, was in etwa dem Durchschnittspreis der anderen europäischen Gaskunden Russlands entspricht. Die russische und ukrainische Regierung hatten am Wochenende eine vorläufigen Einigung im Gasstreit verkündet, die bei dem Treffen mit der EU am Dienstag formalisiert werden dürfte.

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