https://www.faz.net/-gq5-7y9y3

Attentat auf Polizeiwache : Polizist bei Selbstmordanschlag in Istanbul getötet

  • Aktualisiert am

Forensiker suchen rund um den Tatort in der Istanbuler Innenstadt nach Spuren. Bild: Reuters

In der Altstadt von Istanbul ist ein Polizist bei einem Anschlag getötet worden. In der Nähe der Hagia Sophia sprengte sich eine Frau in die Luft.

          In Istanbul hat sich am Dienstag eine Attentäterin in einer Polizeiwache in die Luft gesprengt. Bei dem Anschlag im Sultanahmet-Viertel in der Altstadt wurden nach Behördenangaben und Medienberichten ein Polizist getötet und ein weiterer verletzt. Die Frau habe Englisch gesprochen, als sie das Gebäude betreten habe, sagte der Gouverneur von Istanbul, Vasip Sahin. Ihre Identität und ihre Nationalität seien aber noch nicht bekannt. Zu dem Anschlag bekannte sich zunächst niemand.

          Die Polizei riegelte das Gelände um den Tatort ab. Dieser liegt in der Nähe der Hagia Sophia, der Blauen Moschee und der Basilika-Zisterne - sie zählen zu den weltberühmten Sehenswürdigkeiten der Millionenmetropole und sind wahre Touristen-Magneten. Der öffentliche Nahverkehr war kurzzeitig unterbrochen.

          Angst vor IS-Kämpfern

          Der stellvertretende Ministerpräsident Numan Kurtulmus verurteilte auf Twitter den „feigen Terroranschlag auf die neue Türkei“. Den Slogan ’Neue Türkei’ nutzt Präsident Recep Tayyip Erdogan häufig, er meint damit die Türkei unter seiner islamisch-konservativen Führung.

          Erst am Donnerstag hatte ein Mann zwei Granaten auf Polizisten geworfen, die vor dem ehemaligen Sultanspalast Dolmabahçe in Istanbul Wache hielten. Die Granaten explodierten jedoch nicht, niemand wurde verletzt. Zu dem Anschlagsversuch hatte sich die verbotene Marxistengruppe Revolutionäre Volksbefreiungs-Parteifront (DHKP-C) bekannt. In einem Nebengebäude des Palastes befinden sich Büros des türkischen Ministerpräsidenten.

          Doch auch Anhänger der radikalislamischen Miliz Islamischer Staat (IS) stellen eine Gefahr für die innere Sicherheit der Türkei dar. Einige IS-Kämpfer sind aus der Türkei in die Nachbarländer Syrien und Irak eingesickert, wo die Miliz seit Monaten weite Gebiete unter ihrer Kontrolle hat. Nun wachsen Sorgen, die IS-Kämpfer könnten in die Türkei zurückkehren und dort Anschläge verüben.

          Weitere Themen

          Senatorin Warren dominiert TV-Debatte der Demokraten Video-Seite öffnen

          Startschuss für den Wahlkampf : Senatorin Warren dominiert TV-Debatte der Demokraten

          Die amerikanische Senatorin Elizabeth Warren dominiert die erste TV-Debatte der demokratischen Präsidentschaftsbewerber. Die linksgerichtete Politikerin, die in Umfragen im demokratischen Bewerberfeld auf dem dritten Platz liegt, konnte dabei ihren Status als eine der Favoritinnen festigen.

          Mehrere Verletzte in Tunis

          Selbstmordanschläge : Mehrere Verletzte in Tunis

          Bei Anschlägen in der tunesischen Hauptstadt Tunis sind mindestens neun Menschen verletzt worden. Zwei Selbstmordattentäter sprengten sich kurz nacheinander in die Luft.

          Tausende protestieren in Hongkong Video-Seite öffnen

          Gegen Abschiebungsgesetz : Tausende protestieren in Hongkong

          In Hong Kong protestierten Tausende vor ausländischen Botschaften. Sie hoffen, dass sich ausländische Regierungen auf dem G20 Gipfel gegen das geplante Auslieferungsgesetz aussprechen.

          Topmeldungen

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.