https://www.faz.net/-gq5-8flqw

Emmanuel Macron : Frankreichs Wirtschaftsminister gründet eigene Partei

  • Aktualisiert am

Frankreichs Wirtschaftsminister Emmanuel Macron geht auf Distanz zu Präsident Hollande und gründet eine eigene Partei. Bild: dpa

Im kommenden Jahr wird in Frankreich ein neuer Präsident gewählt. Amtsinhaber Hollande ist unbeliebt. Sein Wirtschaftsminister geht schon auf Distanz und gründet eine eigene Partei.

          1 Min.

          In die Parteienlandschaft Frankreichs kommt ein Jahr vor der Präsidentenwahl Bewegung. Wirtschaftsminister Emmanuel Macron kündigte am Mittwoch in seiner Heimatstadt Amiens im Norden des Landes die Gründung einer neuen politischen Bewegung an. Sie werde „En Marche!“ (Vorwärts!) heißen. Sie sei weder links noch rechts. Er wolle auch mit Bürgern zusammenarbeiten, die sich als rechts verstünden, aber gleiche Werte teilten.

          Der 38-Jährige ist einer der beliebtesten Minister in der linken Regierung in Paris. Er gilt als wirtschaftsfreundlich, hat früher als Investmentbanker für Rothschild gearbeitet. Er hebt sich damit von Staatspräsident Francois Hollande und Ministerpräsident Manuel Valls ab, die in Umfragen gerade neue Tiefststände erreicht haben, nicht zuletzt wegen der hohen Arbeitslosigkeit in Frankreich und den niedrigen Wachstumsraten.

          In den französischen Medien wird Macron nachgesagt, höhere Ambitionen zu haben. Die Präsidentenwahl 2017 habe für ihn aber keine Priorität, so Macron. Er schloss aber auch nicht aus, als Kandidat anzutreten.

          Unbenanntes Dokument

          Die neue digitale Zeitung F.A.Z. PLUS

          Die ganze F.A.Z. in völlig neuer Form, mit zusätzlichen Bildern, Videos, Grafiken, optimiert für Smartphone und Tablet. Jetzt gratis testen.

          Weitere Themen

          Kurden setzen Kampf gegen IS-Milizen vollständig aus

          Krieg in Syrien : Kurden setzen Kampf gegen IS-Milizen vollständig aus

          Die Kurden und ihre Verbündeten haben den Kampf gegen den „Islamischen Staat“ vorerst als beendet erklärt. International besteht die Befürchtung, dass die türkische Intervention den Dschihadisten in kurdischer Haft die Möglichkeit zur Flucht gibt.

          Morales hofft auf vierte Amtszeit Video-Seite öffnen

          Bolivien : Morales hofft auf vierte Amtszeit

          Am Rande einer Wahlkampfkundgebung mit dem linksgerichteten Präsidenten Evo Morales gab es auch Proteste und gewaltsame Auseinandersetzungen.

          Die Hintertür führt zur KP

          Überwachung in China : Die Hintertür führt zur KP

          Dass Chinas Kommunistische Partei die Bürger mit einer Smartphone-App erziehen will, ist schon länger bekannt. Nun kommt heraus: Die Software sammelt auch fleißig Daten.

          Topmeldungen

          Donald Trump und Liu He, Vizepremier von China, gemeinsam in Washington. Infolge des Handelskriegs mit Amerika habe die Korruption in Chinas Privatwirtschaft wieder zugenommen, berichtet Philipp Senff von der Wirtschaftsanwaltskanzlei CMS in Schanghai.

          Vorfälle der Deutschen Bank : In China lauert die Korruption bis heute

          Mit teuren Geschenken an chinesische Politiker wollte sich die Deutsche Bank Vorteile verschaffen. Der Fall lenkt den Blick auf ein Land, das trotz Mühen immer noch unter Bestechung leidet – auch wegen des Handelskriegs mit Amerika.
          Andreas Scheuer am Mittwoch in Berlin

          Verkehrsminister Scheuer : Im Porsche durch die Politik

          Verkehrsminister Andreas Scheuer hat einen Vorteil, der ihm beim Streit über die Pkw-Maut zum Nachteil gereichen könnte: eine gewisse Lockerheit.
          Das Unterhaus voller Schimpansen: Ein Unbekannter erstand das Gemälde für 9,44 Millionen Euro

          Banksy und der Kunstmarkt : Inkognito in aller Munde

          Anfang Oktober wurde ein Gemälde Banksys für eine Rekordsumme versteigert. Doch wie verdient der anonyme Streetart-Künstler sein Geld? Und wie kommt seine Kunst auf den Markt?

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.