https://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/europa/flug-mh17-von-russischer-buk-rakete-getroffen-13853996.html

Ermittlungsbericht : Flug MH17 mit russischer Buk-Rakete abgeschossen

  • Aktualisiert am

Fast 300 Menschen sind bei dem Abschuss von MH17 über der Ukraine umgekommen. Bild: AFP

Das 2014 über der Ukraine abgeschossene Flugzeug MH17 ist von einer Rakete des russischen Buk-Systems getroffen worden. Diesen Verdacht bestätigen niederländische Ermittler jetzt in ihrem offiziellen Untersuchungsbericht.

          1 Min.

          Der Flug MH17 mit 298 Menschen an Bord ist nach Erkenntnissen niederländischer Ermittler im Juli 2014 durch eine Buk-Boden-Luft-Rakete abgeschossen worden. Teile einer Buk-Rakete seien auf der linken Seite des Cockpits der Passagiermaschine eingeschlagen, erklärten die Ermittler von der Niederländischen Flugsicherheitsbehörde (OVV) am Dienstag in ihrem Abschlussbericht zu der Katastrophe.

          Ermittler: Luftraum über Ukraine nicht gesperrt

          Sie kritisierten zugleich, dass die Ukraine den Luftraum über der umkämpften Ostukraine damals nicht gesperrt habe. Im Absturzgebiet kämpften zum Zeitpunkt des Unglücks prorussische Rebellen und ukrainische Regierungstruppen, die sich gegenseitig für den Abschuss verantwortlich machen.

          Bei dem Absturz der malaysischen Maschine auf dem Weg von Amsterdam nach Kuala Lumpur waren alle 298 Passagiere und Besetzungsmitglieder ums Leben gekommen.

          Ein Jahr danach : Video soll MH17 direkt nach dem Absturz zeigen

          Buk-Hersteller: Rakete wird von Russen nicht mehr verwendet

          Der russische Hersteller der Buk-Raketen widersprach in Moskau der niederländischen Version. Nach Angaben der staatlich kontrollierten Firma Almaz Antey hätten Tests gezeigt, dass die Rakete nicht von einem von prorussischen Rebellen gehaltenen Gebiet abgeschossen worden sein könne, sondern von einem umkämpften Gebiet aus. Zudem habe es sich bei dem Geschoss um eine ältere Buk-Version vom Typ 9M38 gehandelt, die vom russischen Militär nicht mehr verwendet werde.

          Jan Nowikow, Chef des russischen Raketenherstellers Almas-Antaj, präsentiert eine eigene Version der Ereignisse.
          Jan Nowikow, Chef des russischen Raketenherstellers Almas-Antaj, präsentiert eine eigene Version der Ereignisse. : Bild: dpa

          Sowohl Russland wie die Ukraine verfügen über Buk-Raketen. Westliche Länder wie die Vereinigten Staaten und die Ukraine hatten Moskau nach dem Abschuss von Flug MH17 vorgeworfen, den Rebellen in der Ostukraine die Raketen zumindest geliefert zu haben. Moskau bestreitet dies und macht die Ukraine verantwortlich.

          Weitere Themen

          NRW steuert auf Schwarz-Grün zu

          Nach der Landtagswahl : NRW steuert auf Schwarz-Grün zu

          Nach der Landtagswahl wollen die beiden Sieger CDU und Grüne nun rasch miteinander ins Gespräch kommen. Doch auch die SPD lädt Grüne und FDP zu Sondierungen ein.

          Topmeldungen

          Fließt hier künftig weiter Gas? Anlagen der Erdgasverdichterstation im brandenburgischen Mallnow

          Russisches Gas : So könnte die Lösung im Rubel-Streit aussehen

          Wie die Energieunternehmen sowohl Russlands Forderung nach Rubel-Bezahlung für Gas als auch die EU-Sanktionen einhalten können, bleibt auch Tage vor den nächsten anstehenden Raten unklar. Letztlich hängt alles von einer einzigen Person ab.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Sie können bis zu 5 Newsletter gleichzeitig auswählen Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.
          Immobilienbewertung
          Verkaufen Sie zum Höchstpreis
          Sprachkurs
          Lernen Sie Englisch
          Kapitalanlage
          Pflegeimmobilien als Kapitalanlage