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Flüchtlinge : Briten verschärfen Strafen für illegale Einwanderer

  • Aktualisiert am

Flüchtlinge in der Nähe des Eurotunnels versuchen nach Großbritannien zu kommen. Bild: AFP

Die britische Regierung will stärker gegen illegale Einwanderer vorgehen. Wer sich unrechtmäßig im Land aufhalte, müsse künftig mit Gefängnisstrafen und der Beschlagnahmung seiner Einkünfte rechnen.

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          Großbritannien will verstärkt die illegale Einwanderung bekämpfen. Menschen, die auf unrechtmäßige Weise nach Großbritannien gekommen seien und dort arbeiteten, müssten künftig mit Gefängnis und der Beschlagnahme ihrer Einkünfte rechnen, erklärte Einwanderungsminister James Brokenshire. „Wenn Sie sich illegal hier aufhalten, werden wir tätig werden, um zu verhindern, dass sie arbeiten, eine Wohnung mieten, ein Bankkonto eröffnen oder Auto fahren“. Großbritannien werde weiterhin den Missbrauch seiner Sozialsysteme bekämpfen.

          Auch Strafen gegen Arbeitgeber

          Die entsprechenden Gesetzesentwürfe würden dem Parlament nach der Sommerpause zugeleitet.  Ihnen zufolge drohen auch Pubs und Lieferdiensten Geldstrafen oder die Schließung ihres Geschäfts, wenn sie illegale Einwanderer beschäftigen. Wenn sie weiterhin gegen die Vorgaben verstoßen, sollen sie auch strafrechtlich verfolgt werden. In diesen Fällen sollen Strafen von bis zu fünf Jahren Haft möglich sein.

          Die konservative Regierung von Premierminister David Cameron bemüht sich angesichts des erhöhten Flüchtlingsandrangs in Europa die Einwanderung zu beschränken. Sein Versprechen, in seiner ersten Amtszeit die Einwanderung zurückzufahren, hatte Cameron nicht eingehalten. Die neue Einwanderungsstatistik, die am Donnerstag veröffentlicht wird, dürfte ihn weiter unter Druck setzen.

          Die Bürgermeisterin im französischen Calais, Natacha Bouchart, hatte erklärt, durch das großzügige Sozialsystem sowie laxe Ausweiskontrollen wirke Großbritannien wie ein Magnet auf Flüchtlinge.

          Videografik : Calais, Nadelöhr für Flüchtlinge

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