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Finanzmärkte : Portugal kehrt zurück

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Hat wenig Grund zu einer unzufriedenen Miene: Portugals Ministerpräsident Pedro Passos Coelho schickt sein Land zurück auf die Finanzmärkte Bild: dpa

Lissabon wagt einen „sauberen Ausstieg“ aus dem Euro-Rettungsprogramm und will schon bald zurück an die Finanzmärkte. Troika-Vertreter bescheinigen dem Land einen soliden wirtschaftlichen Erholungskurs.

          Nach Irland und Spanien wagt jetzt auch Portugal einen „sauberen Ausstieg“ nach dem Ende seines Rettungsprogramms am 17. Mai. Ministerpräsident Pedro Passos Coelho sagte am Sonntagabend nach einer Kabinettssitzung in Lissabon, dass sein Land ohne Inanspruchnahme eines vorsorglichen Kredits seiner EU-Partner an die Finanzmärkte zurückkehren wolle. Die Entscheidung fiel unmittelbar vor der Konferenz der Finanzminister der Eurozone an diesem Montag. Portugal war vor drei Jahren mit Hilfe von 78 Milliarden Euro vor dem Staatsbankrott bewahrt worden. Am vorigen Freitag hatte es die letzte Prüfung der Troika bestanden. Damit wurde auch der Weg für die letzte Kredittranche von 2,6 Milliarden frei. Nach Darstellung der Troika-Vertreter „gewinnt die wirtschaftliche Erholung an Breite“.

          Der Ausstieg bedeutet nun auch die Wiedergewinnung der finanzpolitischen Selbstständigkeit. Portugal hat für dieses Jahr schon ein Finanzpolster, um seine Verbindlichkeiten abzudecken. Bei dem letzten Markttest fielen außerdem die Zinsen für zehnjährige Staatsanleihen mit 3,6 Prozent auf den tiefsten Stand seit dem Beginn der europäischen Schuldenkrise. Irland, das sechs Monate vor Portugal im Jahr 2010 mit 67,5 Milliarden „gerettet“ werden musste, war für Portugal beim Ausstieg das nachahmenswerte Beispiel.

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