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Festnahmen in Spanien : Christliche Flüchtlinge über Bord geworfen?

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Ein Boot mit Flüchtlingen auf dem Mittelmeer (aufgenommen von der italienischen Marine im Dezember 2014) Bild: AFP

Die Polizei in Spanien hat zwei Schleuser wegen des Verdachts auf mehrfachen Totschlag festgenommen. Die beiden Männer aus Kamerun sollen während eines Sturms alle christlichen Flüchtlinge von Bord geworfen haben - angeblich aus Angst, dass diese Unglück bringen könnten.

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          Ein Gebet auf einem Flüchtlingsboot im Mittelmeer hat nach Aussagen überlebender Afrikaner einen tödlichen Konflikt provoziert. Die spanische Polizei hat jetzt die beiden aus Kamerun stammenden angeblich muslimischen Schleuser unter dem Vorwurf des mehrfachen Totschlags festgenommen. Sie sollen zwischen sieben und zehn ihrer aus Nigeria stammenden christlichen Passagiere geschlagen, ausgeraubt und über Bord geworfen haben.

          Das Drama auf einem Flüchtlingsboot mit geschätzten fünfzig Passagieren, das von der marokkanischen Küste Kurs auf Spanien nahm, trug sich der Zeitung „El País“ zufolge in einer Dezembernacht zu. Als, wie die Zeugen berichteten, plötzlich stürmisches Wetter aufkam, habe ein nigerianischer Geistlicher mit mehreren seiner Landsleute zu beten begonnen. Die Schiffsführer, die angeblich glaubten, dass das noch mehr Unglück bringe, hätten sie daraufhin mit Holzplanken attackiert und ins Wasser gestürzt. Insgesamt soll fast die Hälfte der Flüchtlinge, darunter mehrere Kleinkinder, während der Turbulenzen ums Leben gekommen sein.

          Die spanische Küstenwache rettete schließlich 29 Menschen, die zunächst in dem Auffanglager, in dem auch die Kameruner waren, aus Angst geschwiegen haben sollen. Erst als sie sich allein in einem zweiten Lager vor diesen sicher fühlten, hätten sie der Polizei nähere Angaben über das Unwetter, einen Motorschaden und die gewalttätige Reaktion der Schleuser gemacht.

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