https://www.faz.net/-gq5-8nfol

Präsidentenwahl in Frankreich : Ehemaliger Wirtschaftsminister tritt gegen Hollande an

  • Aktualisiert am

„Ich bin bereit“: Der ehemalige französische Wirtschaftsminister Emmanuel Macron erklärt seine Kandidatur für die Präsidentenwahl im Jahr 2017. Bild: AFP

Der ehemalige französische Wirtschaftsminister Macron will bei der Präsidentenwahl im nächsten Jahr antreten. Seine Kandidatur birgt Probleme für den sozialistischen Präsidenten Hollande.

          1 Min.

          Der frühere französische Wirtschaftsminister Emmanuel Macron tritt bei der Präsidentschaftswahl im kommenden Frühjahr an. Der parteilose Polit-Jungstar verkündete am Mittwoch in der Pariser Vorstadt Bobigny seine Kandidatur für das höchste Staatsamt mit den Worten: „Ich bin bereit“. Damit fordert der 38 Jahre alte ehemalige Investmentbanker den sozialistischen Präsidenten François Hollande heraus, für den er erst als Berater und dann als Wirtschaftsminister gearbeitet hatte.

          Macrons Schritt war schon länger erwartet worden. Macron war Ende August nach zwei Jahren im Amt als Wirtschaftsminister zurückgetreten. Der als sozialliberal geltende Reformpolitiker verschaffte sich damit Freiraum für eine Präsidentschaftskandidatur. Bereits im April hatte er seine eigene politische Bewegung „En marche!“ (in etwa: Vorwärts!) gegründet. Diese soll nach seinen Worten „weder links noch rechts“ sein und eine neue „Dynamik“ gegen Reform-„Blockaden“ in Frankreich schaffen.

          Für viele Franzosen ist Macron ein großer Hoffnungsträger, der das unter hoher Arbeitslosigkeit und schwachem Wirtschaftswachstum leidende Land nach vorne bringen könnte. In Umfragen liegt er klar vor dem unbeliebten Hollande. Allerdings hat er keinen Parteiapparat hinter sich. Auch ist er noch nie in ein Amt gewählt worden.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Was einmal der Friedhof in Bad Neuenahr-Ahrweiler war, ist nach dem Hochwasser ein einziges Trümmerfeld.

          Katastrophenschutz : Was uns die Fluten lehren

          Starkregen, Überflutungen, aber auch Hitzewellen: Höchste Zeit, dass sich Städte und Kommunen richtig auf den Klimawandel vorbereiten und die Menschen besser schützen. Wie das gelingen kann? Wissenschaftler haben dafür bereits geeignete Konzepte entwickelt.

          F.A.Z.-Serie Schneller Schlau : Was bei der Rente schiefläuft

          Seit zwei Jahrzehnten wird das deutsche Altersvorsorgesystem permanent repariert. Doch ohne grundlegende Änderungen wird es nie so solide werden wie die Systeme anderer Länder.
          Ehrenamtlicher Einsatz: Sarah Negusse hilft bei Fragen zur Impfung.

          Corona-Lotsin : Pandemie-Aufklärung auf dem Spielplatz

          Sarah Negusse ist Gesundheitslotsin. Sie klärt in Frankfurt Menschen, die kaum Deutsch sprechen, über das Impfen auf und überzeugt sie von der Notwendigkeit von Masken und Abständen.

          Selbstbild der Nation : Traumland Deutschland

          Versinken wir im Chaos? Oder laufen viele Dinge besser als öffentlich wahrgenommen? Letzteres denken viele Ausländer, die hier leben. Warum merken das die Deutschen nicht?

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.